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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

muss und in Folge dessen die G'ircular-Sägeu nicht Noth leiden; 
diese selbst können auf leichte Weise gegen einander oder von 
einander gerückt werden. 
An kleineren Circularsägen hatte die Chemnitzer Werkzeug- 
Maschinenfabrik am Ende des Tisches einen Drehpunct für einen 
Hebel angebracht, wodurch es möglich ist, durch Befestigung des 
Holzes in demselben kreisrund zu schneiden. 
Die Bandsägen, von welchen beinahe jeder Aussteller von 
Holzbearbeitung^ - Maschinen Exemplare brachte , waren im All 
gemeinen in musterhafter und eleganter Ausführung dem Besucher 
der Ausstellung vor die Augen gestellt; ein Beweis, dass die 
selben überall schon Eingang gefunden haben und für die Holz- 
bearbeitungs-Werkstätten ein unentbehrliches Werkzeug gewor 
den sind. 
Durch Perin in Paris, der mit einer grösseren Keihe von 
Bandsägen vertreten war, hat die Säge eigentlich ihren Weg 
über alle Länder gefunden und sind dessen Sägeblätter unstreitig 
die besten, welche alle anderen an Dauer, Geschmeidigkeit und 
Zähigkeit weit tibertreffen. Die Bollen, theils mit Leder, theils 
mit Kautschuk überzogen, haben für die Umfangs-Geschwindigkeit 
von 20 bis 30™ per Sec. den entsprechend grossen Durchmesser, 
so dass ein Springen der Säge, wenn sie nicht zu stark gespannt 
ist*), sehr selten eintritt. 
Die Bollen der Säge hat Whitney in Amerika mit con- 
cavem Band hergestellt, um eine grössere Sicherheit gegen das 
Abgleiten des Blattes zu erzielen. Die Tische sind, um auch 
Gegenstände in schiefer Bichtung schneiden zu können, fast all 
gemein drehbar. Da aber schon bei einer Stellung von 60° das 
*) Der Spannung der Säge haben die Constructeure die meiste Auf 
merksamkeit geschenkt, und ist dabei das obere mit einer Schraube ver 
stellbare Führungslager der Bolle theils mit Federn, theils mit Kautschuk- 
Puffern versehen, die in kleinen Gehäusen stecken und eine elastische, für 
die Säge vortheilhafte Spannung hervorbringen. Erwähnenswerth ist eine 
neue Spannung, welche Powis James, Western, an seinen Sägen anbrachte, 
bei welcher das Führungslager an dem einen Ende einer Waggonfeder hängt, 
deren anderes Ende durch eine Schraube angespannt wird. Diese Anordnung 
verdient alle Beachtung, da das Spannen der Säge mit aller Bequemlichkeit 
und Vorsicht zu jeder Zeit sichtbar bewerkstelligt werden kann
	        
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