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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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das Holz stemmt, hatten Ransome, Powis Millwall, sowie Rogers, 
Witherley in Amerika sehr schöne Exemplare gebracht*). 
Ausser den Holzbearbeitungs-Maschinen selbst wurden auch 
eine Anzahl S chärf-Maschinen zum Schleifen der Zähne der 
Sägblätter vorgeführt und hatten alle Fabrikanten dieses Zweiges 
ein ziemliches Augenmerk auf diese Art von Werkzeug-Maschinen 
gerichtet. Ransome, Schmaltz, Tuscher hatten solche Maschinen 
ausgestellt, und erfolgt das Schleifen der Zähne mittelst einer 
sehr schnell rotirenden Schmirgelscheibe, welche, an einem dreh 
baren Contrebalance-Arm lagernd, mit der Hand gegen das Säge 
blatt gedrückt wird. 
Durch die Combination verschiedener Holzbearbeitungs- 
Maschinen, an einem einzigen Tische angebracht, für Tischler- 
Werkstätten, bei welchen Platze,rsparniss ein maassgebender Factor 
ist, entstanden die Uni versa!-Tischler maschinell („Uni- 
versal-Joiner“), welche von Robinson, Worssam und Powis James, 
Western, in vorzüglichen Exemplaren ausgestellt waren**). 
*) Zum Anfang muss aber mittelst eines an der Maschine angebrachten 
Bohrers ein Loch gebohrt werden, damit das Stemm-Eisen Platz zum Ein 
dringen erhält. Um das Vorbohren, sowie die Erschütterungen zu vermei 
den, welche beim tiefen Eindringen des Stemm-Eisens stattfinden, haben 
Ilansome und Witherley ihre Maschinen so eingerichtet, dass der Meisel 
nur allmälig in das Holz eindringt, dadurch dass der Tisch, worauf 
dasselbe befestigt ist, durch einen Hebel mit Fusstritt gehoben wird. Das 
Stemm-Eisen arbeitet sich nach und nach immer tiefer in das Holz, bis die 
erwünschte Tiefe erreicht ist. Die Anzahl der Stösse sind bis 600 per 
Minute, und ist der Meisel rückwärts mit einem Ansatz versehen, der die 
Späne beim Zurückgehen herauswirft. 
**) Die verschiedenen Theile der Maschine bestellen aus einer Kreis- 
Sägebank, mit Spindel zum Heben und Senken eingerichtet, um sägen, 
ipuerschneiden, ausfalzen, federn, stemmen und bohren zu können, letzteres 
mit einem am Ende der Sägespindel angebrachten Bohrer; ferner aus einer 
Maschine zum Hobeln, Fugen, Spunden, Gesimsschneiden, um Bretter von 
beliebiger Länge auf allen vier Seiten mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 
6"' per Minute zu bearbeiten; dann aus einer completen Zapfen-Schneid 
maschine mit verticaler Spindel, um Doppelzapfen in einer Operation her 
zustellen ; aus einer Bandsäge mit verstellbarem Tisch, und endlich aus einer 
Frais-Maschine für Herstellung geschweifter Kehlungen nach jedem belie 
bigen Muster.
	        
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