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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Dieselbe Firma stellte aucli eine in grösstem Maassstabe 
ausgeführte Fo um ier-Schnei dmascbiiie aus. Bekanntlich 
ist bei. den sehr hoch stehenden Preisen der edlen Nutzhölzer 
ein Verlust, der durch einen, wenn auch noch so zarten Säge 
schnitt entsteht, immerhin ein empfindlicher. Man hat daher 
Versuche gemacht, das Holz, anstatt zu sägen, zu schneiden. 
Dadurch ist nicht nur jeder Holzverhist vermieden, sondern es 
lassen sich auch Fourniere von Papierdicke bis zu 3 bis 4 mm 
Dicke damit erzeugen. Das Holz selbst aber muss vor der Ver 
arbeitung der Einwirkung des Dampfes in eigenen hölzernen 
Dampf kästen ausgesetzt sein. Der Dampf dringt, je nach der 
Härte des Holzes, per Stunde 1 '/„ bis 4 cm tief ein und macht es 
schnittfähig *). 
Schliesslich sei hier noch einiger amerikanischer Maschinen 
von Baxter & Whitney erwähnt, welche die Fabrication von Kü 
beln oder Eimern zum Vorwurf haben. Die eine dieser Maschinen 
besteht aus der Zusammensetzung einzelner Werkzeug-Maschinen, 
die auf einem gemeinschaftlichen Tische befestigt sind und zur 
Bearbeitung der Kübeltheile dienen. Die andere Maschine ist 
eine cylindrische Säge vom Durchmesser des Kübels und der 
Länge der Dauben, welche am vorderen Theile die Sägezähne 
besitzt, während der rückwärtige an der Scheibe einer Drehbank- 
Spindel befestigt ist. Vor der Säge befindet sich ein kleiner 
Schlitten, auf dem die Hölzer befestigt und durch die Säge nach 
schwanzförmige Ausschnitte auszufraisen, was für manche Tischler-Arbeiten 
von grossem Vortheile ist. 
*) Die Maschine selbst ist eigentlich ein schwerer grosser Hobel, der 
duich /ahn st an gen-Ge trieb horizontal über das zu schneidende Holz weg 
geführt wird. Das über b' n lange, 2’ dicke Messer, das am unteren Theile 
des Hobels angebracht ist, greift in Folge seiner schiefen Lage nur succes- 
sive das Holz an, welches auf seinem Tische, woselbst es festgekeilt ist, 
nach jedem erfolgten [schnitte um die gewünschte Fournier-Dicke selbst- 
thätig durch Schrauben Schaltung gehoben wird. Das Holz, das selbstver 
ständlich nach dem Schneiden wieder getrocknet werden muss, kann natürlich 
in Folge der Einspann-Vorrichtung nicht vollständig ausgeschnitten werden : 
dieser Holzverlust steht aber durchaus in keinem Verhältnisse zu den Ab 
fällen, welche sich beim Sägen bilden, da das übrig gebliebene Stück sich 
zu anderen Arbeiten leicht verwenden lässt.
	        
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