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Dieselbe Firma stellte aucli eine in grösstem Maassstabe
ausgeführte Fo um ier-Schnei dmascbiiie aus. Bekanntlich
ist bei. den sehr hoch stehenden Preisen der edlen Nutzhölzer
ein Verlust, der durch einen, wenn auch noch so zarten Säge
schnitt entsteht, immerhin ein empfindlicher. Man hat daher
Versuche gemacht, das Holz, anstatt zu sägen, zu schneiden.
Dadurch ist nicht nur jeder Holzverhist vermieden, sondern es
lassen sich auch Fourniere von Papierdicke bis zu 3 bis 4 mm
Dicke damit erzeugen. Das Holz selbst aber muss vor der Ver
arbeitung der Einwirkung des Dampfes in eigenen hölzernen
Dampf kästen ausgesetzt sein. Der Dampf dringt, je nach der
Härte des Holzes, per Stunde 1 '/„ bis 4 cm tief ein und macht es
schnittfähig *).
Schliesslich sei hier noch einiger amerikanischer Maschinen
von Baxter & Whitney erwähnt, welche die Fabrication von Kü
beln oder Eimern zum Vorwurf haben. Die eine dieser Maschinen
besteht aus der Zusammensetzung einzelner Werkzeug-Maschinen,
die auf einem gemeinschaftlichen Tische befestigt sind und zur
Bearbeitung der Kübeltheile dienen. Die andere Maschine ist
eine cylindrische Säge vom Durchmesser des Kübels und der
Länge der Dauben, welche am vorderen Theile die Sägezähne
besitzt, während der rückwärtige an der Scheibe einer Drehbank-
Spindel befestigt ist. Vor der Säge befindet sich ein kleiner
Schlitten, auf dem die Hölzer befestigt und durch die Säge nach
schwanzförmige Ausschnitte auszufraisen, was für manche Tischler-Arbeiten
von grossem Vortheile ist.
*) Die Maschine selbst ist eigentlich ein schwerer grosser Hobel, der
duich /ahn st an gen-Ge trieb horizontal über das zu schneidende Holz weg
geführt wird. Das über b' n lange, 2’ dicke Messer, das am unteren Theile
des Hobels angebracht ist, greift in Folge seiner schiefen Lage nur succes-
sive das Holz an, welches auf seinem Tische, woselbst es festgekeilt ist,
nach jedem erfolgten [schnitte um die gewünschte Fournier-Dicke selbst-
thätig durch Schrauben Schaltung gehoben wird. Das Holz, das selbstver
ständlich nach dem Schneiden wieder getrocknet werden muss, kann natürlich
in Folge der Einspann-Vorrichtung nicht vollständig ausgeschnitten werden :
dieser Holzverlust steht aber durchaus in keinem Verhältnisse zu den Ab
fällen, welche sich beim Sägen bilden, da das übrig gebliebene Stück sich
zu anderen Arbeiten leicht verwenden lässt.