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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Die kleinen Stoss-Maschiuen von Schöne in Leipzig zeich 
neten sich durch starke Bauart aus, wozu der Hohlguss und die 
Kastenform für das Untergestell das Meiste beitrugen. 
Obgleich die Nutstoss-Maschinen wenig Arbeit liefern, so 
sind sie doch für gewisse Gegenstände absolut nothwendig und 
werden eben nur in Verwendung genommen, wo keine andere 
Maschine eine gewünschte Arbeit verrichten kann oder wo für 
gewisse Zwecke andere Maschinen, deren Leistung eine grössere 
ist, nicht zur Verfügung stehen. 
Eine der interessantesten und durch ihre Neuheit sich aus 
zeichnende Hobel-Maschine wurde von A. Riedinger in Augsburg 
ausgestellt, welche dazu dient, die Zähne von conischen Rädern 
auf beiden Seiten zugleich mit mathematischer Genauigkeit zu 
hobeln und zwar bei der ausgestellten Maschine von Rädern 
zwischen 30 und 130““ Diam. und 20“" Zahnbreite. Die zu be 
arbeitenden Räder werden entweder auf der Planscheibe oder 
auf der Achse eines Spindelstockes aufgespannt, welche rück 
wärts gleichzeitig mit Räderwerk für die Zahneintheilung ver 
sehen ist. Von einem im Centrum eines Kegels liegenden Char 
tere aus differgiren zwei Wangen mit den Hobel-Supports und 
lagern mit ihren Kopftheilen, an welchen starke Stahlgleitzapfen 
angebracht sind, in zwei verticalen neben einander liegenden 
Schablonen. Die innere enthält die drei- bis fünffach vergrös- 
serte Zahnform, die äussere ist mit Keil-Einschnitt versehen und 
bewirkt die Eortrückung der Gleitzapfen in ersterer. Sobald nun 
die Stähle mit ihren Supports an den Wangen selbstthätig fort 
rücken, bearbeitet sie den Zahn des aufgespannten Rades auf 
beiden Seiten nach dem das cönische Rad bildenden Kegel in 
genauester Weise. Je nach der grösseren oder geringeren Co- 
nicität des Radkegels ist der ganze Wangenschlitten auf einem 
Kreis-Segmentbette verstellbar, dessen Mittelpunct mit dem des 
Wangen-Schmierbolzens correspondirt; die Wangen selbst können 
je nach der Dicke der Zähne eines beliebigen Rades mehr oder 
weniger durch ein Gleitstück mit zwei einen spitzen Winkel 
bildenden Schlitzen, worin Zapfen der Schablonenstücke sitzen, 
entfernt oder einander genähert werden. Auch ist der Spindel-
	        
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