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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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sowie die bekannte Seller’sche Schrauben - Schneidmasehine von 
Sharp & Stewart, der Chemnitzer Maschinenfabrik etc., deren 
Wesenheit darin besteht, dass die eingespannte Schraube sich 
nicht dreht, sondern durch den sich drehenden, in einem Spindel 
stock lagernden, Futterkopt mit seinen drei Schneidbacken ge 
schnitten wird, welche sich durch eine sinnreiche Vorrichtung 
gegen den Mittelpunct zu gleicher Zeit verstellen lassen. 
Heilmann-Ducommun brachte auch eine andere Schraubern 
Schneidmaschine (System Reiss), bei welcher die Schrauben wie 
bei Egalisir-Bänken mittelst Zahnräder und Leitspindel, jedoch 
in einem Rahmen mit vier Backen geschnitten werden. 
Um Muttern zu schneiden, brachte Nestler & Breitfeld 
in Erla eine hübsche Maschine mit vier in einem Kreise herum 
liegenden senkrechten Bohrspindeln, welche die Schneidbohrer 
aufnehmen *). 
Um geschnittene Muttern zu vollenden, brachte Rieter in 
M interthur eine schöne Mutter-Fraismaschine, sowie die Chem- 
nitzei Werkzeug-Maschinenfabrik eine Muttern-Andrehmaschine 
von guter Construction, bei welcher sich die Mutter in dem 
Achsenfutter des Spindelstockes dreht und der Drehstahl in einem 
verschiebbaren Support festgehalten wird. Zur Fabrication der 
Muttem selbst aus Stab-Eisen lieferte Gobert in Aachen eine 
gut gebaute starke Maschine, welche in ihrer Wesenheit darin 
besteht, dass das glühend gemachte Eisen von der Dicke und 
der Breite der Muttern zwischen Führungen auf einen die sechs 
eckige Form der Muttern bildenden Stempel aufgelegt wird. Ein 
hohler Gegenstempel presst nun beim Abwärtsgehen sowohl die 
Ecken des Eisens als auch das Loch in der Mitte der Mutter 
aus, welche nach dem Zurückgehen des Stempels fertig ist und 
durch einen continnirlich sich drehenden, mit dem Auf- und 
*) Der Antrieb geschieht von der Mitte aus mittelst eines breiten 
Zahnrades auf der senkrechten Antrieb-Achse. Der Tisch, in welchem die zu 
schneidenden Muttern eingelegt werden, ist drehbar, so dass der Arbeiter 
die arbeitenden Bohrspindeln von sich abschieben kann. Die Bohrer schnei 
den so lange fort, sobald sie in die Mutter eingesteckt werden, bis sie. nach 
dem die Mutter ausgeschnitten ist, von selbst herabfallen.
	        
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