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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Es ist meine innerste Ueberzeugung, dass das von mir vor 
geschlagene Project von grösstem Nutzen für die gedeihliche 
Entwicklung jener Fächer unseres Kleingewerbes sein würde, 
welche einer billigen Betriebskraft und der bezüglichen Maschinen 
bedürfen. 
Nachdem die Errichtung einer oder nach Bedürfniss meh 
rerer Maschinen-Etablissements eine gute Speculation für Actio- 
näre abgeben würde, so gebe ich mich der angenehmen Hoffnung 
hin, dass die Interessenten meinem Projecte Beachtung schenken 
und dessen Nützlichkeit erkennen werden. Dasselbe wird jedoch 
zweifelsohne auf grosse Opposition von Seiten unserer Arbeiter 
stossen, welche meistens entschiedene Gegner der Einführung 
neuer Maschinen sind, weil sie trotz der unzähligen Beispiele 
des Gegentheiles fürchten, durch dieselben die Arbeit zu ver 
lieren. Man mache ihnen endlich in diesem Falle einleuchtend, 
dass die Maschinen nur ihre Wohlthäter seien und demnach von 
ihnen gewünscht zu werden verdienen, indem sie die Vermehrung 
der Arbeit nach sich ziehen. 
Ich verkenne nicht die vielen Schwierigkeiten, welche der 
Bealisirung meines Projectes entgegenstehen; jedoch wird keine 
neue Unternehmung Demjenigen schwer, welcher sich derselben 
mit ganzer Hingebung und ernstem Willen unterzieht. Ich bin 
daher gewiss, dass jedes Hinderniss beseitigt werden wird, wenn 
einflussreiche, dem Arbeiterstande wohlgesinnte Persönlichkeiten 
zur Unterstützung meines Projectes sich vereinigen. Unter den 
vortheilhaften und praktischen Resultaten der Wiener Weltaus 
stellung wäre gewiss nicht am geringsten das Beispiel anzu 
schlagen, welches unser Triest durch die Unterstützung des 
Kleingewerbes mittelst Maschinen den anderen Städten der 
Monarchie zur Nachahmung empfehlen würde. 
K. Vlacovich. 
*) Die in dem eben abgeschlossenen Oapitel fehlenden 'Iransportmittel 
bilden einen iniegrirenden Bestandtheil des unter „Bau- und Civil-Ingenieur- 
wesen erscheinenden Bericht über „Oberbau und Betriebs-Material der Eisen 
bahnen“. Wir erlauben uns daher, den geehrten Leser bezüglich der Trans 
portmittel für Bahnen auf das später folgende Referat zu verweisen. 
Die Red.
	        
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