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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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vorüber, die in ihrer praktischen Verwerthung umgestaltend in 
das sociale Leben eingreifen, während in dem grossen Gedränge 
und der Ausdehnung einer solchen Ausstellung dem Fachmanne 
das Studium ganz ausserordentlich erschwert wird. 
Aber nicht einmal bildend und anregend wirkt die com- 
plicirte Menge und das räthselhafte Durcheinander von voll 
kommen unbekannten Apparaten auf das grosse Publicum, und 
nebstbei hat der Aussteller ausserordentlich geringen Vortheil 
für sich zu erwarten. Lei der heutigen sehr reellen Weltrich 
tung, wo zugleich jeder im Kampfe ums Dasein sich rührig um 
zusehen hat, finden sich wohl sehr selten Menschen, die in selbst 
losem Eifer sich Opfer au Mühe und Geld auferlegen können 
und wollen, um mit ihren Erzeugnissen eine Ausstellung zu be 
schicken. Ganz anders verhält sich dies mit solchen Instrumenten, 
die in ihrer Anwendung sich eingebürgert haben und currente 
Handelsartikel geworden sind, wie z. B. Operngucker, Fernröhre, 
elektrische Läutwerke u. s. w., sie kommen hier eben schon als 
Handelsartikel und Dutzendwaare auf den Markt. Unwillkürlich 
erinnern uns solche Abtheilungen dann an die schönen Auslagen 
eines Bazars. 
Es ist jedoch den Männern der Wissenschaft und Mecha 
nikern nicht zu verargen, wenn sie nach dem oben Gesagten mit 
der Beschickung von allgemeinen Ausstellungen zögern, umso 
mehr als die Anfertigung von Ausstellungs-Objecten mit einem 
Aufwande von Mühe und Geld verbunden ist, der zu dem erziel 
ten eigenen und allgemeinen Nutzen in keinem Verhältnisse 
steht, dabei die Verpackung sehr delicater Apparate schwer und 
nicht ohne Gefahr ist, besonders bei langem Transporte. Man 
denke dazu noch an die Schwierigkeiten, denen man einen sol 
chen Apparat, der oft noch dazu ein U n i c u m ist, aussetzt, bei 
dem Auspacken und Aufstellen, die Gefahr während der ganzen 
Dauer der Exposition durch Staub, Nässe u. s. w., das neuerliche 
Zerlegen, Verpacken und Versenden, ohne in dem Gedränge eine 
kundige Hand hiezu finden zu können, dazu noch die ganzen 
Spesen und die ganze Keihe von möglichen und unmöglichen 
Unannehmlichkeiten, und wir können es wohl Niemandem mehr übel
	        
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