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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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in Hamburg und Stascheu in Rudolstadt u. A. hatten Barometer 
ausgestellt. 
Auch Casse, Dutrou und Ke di er in Paris brachten Queck 
silber-Barometer, sowie Lecoz aus Saint-Brieuc ein solches mit 
Scalen -Yergrösseruug *). 
Einen sehr bedeutenden Aufschwung hat in letzterer Zeit 
die Herstellung von Metall - Barometern genommen. Hatte 
man schon in der Pariser Ausstellung die nach Bourdon’s krummer 
Röhre vorzüglich von Breguet angefertigten Dosen-Barometer mit 
Sextanten und Zahnrad-Uebertragung wegen des sehr bedeutenden 
todten Ganges aufgegeben, so haben die mit der Yidi’schen luft 
verdünnten Büehse versehenen „Holosterique“-Aneroid-Barometer 
nunmehr eine ausserordentliche Vollkommenheit und Empfindlich 
keit erlangt**). 
In ihrer Anordnung und Uebertragung hat sich eine sehr 
wesentliche Veränderung nicht gezeigt, nur ihre Construction ist 
eine zweckmässige und genauere geworden. In der Anfertigung 
*) Wir erlassen es uns, alle Arten von Ablesungen und geringen Modi- 
iicationen anzuführen, die in diesem Zweige ohne besondere andere Verdienste 
als die einer vollendeteren Technik, bei den verschiedenen Nationen in allen 
möglichen Abteilungen, besonders noch unter den Marine-Instrumenten auf 
geführt wurden und fügen nur noch bei, dass wir auch das von Pisco schon 
in seinem Berichte über die Pariser Ausstellung beschriebene, jedoch in 
Paris nicht mehr zur Ausstellung gelangte zusammenlegbare Reiso- 
Barometer aus Glas von Geissler in Bonn gesehen haben; die Bewälti 
gung der Schwierigkeit in der halben Höhe der Glasröhre ein hohles Glas 
gelenke derart luft- und quecksilberdicht einzuschleifeu, dass die Communi- 
cation des Quecksilbers in beiden Theilen nie aufhört, erfordert eben einen 
Künstler wie Geissler dies unstreitig ist. Die Bequemlichkeit des Zusammen 
legens und leichten Verpackens in einer geeigneten, wohl gefütterten Cha- 
tulle erhöht die Transportabilität dieser heiklen Instrumente sehr bedeutend 
und erleichtert ihre Anwendung für die Hypsometrie. 
**) Ihre Transportabilität und leichte Handhabung, ihre Festigkeit, 
das geringe Volumen und endlich ihre Billigkeit und Eleganz haben ihnen 
allenthalben Eingang verschafft und wägen die manchen Nachtheile, die 
namentlich in Folge der bedeutenden Ausdehnung der Metalle nach ver 
schiedenen Richtungen, die nicht leicht compensirt werden kann, ihr com- 
plicirtes Hebelwerk zur Vergrösserung und Uebertragung der Bewegung der 
Dose u. s w. entstehen und die Richtigkeit und Empfindlichkeit derselben 
vielfach beeinträchtigen, wieder auf.
	        
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