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Des von Antonio Pons in Turin construirten Meteoro
graphen thäten wir wohl, lieber nicht zu gedenken, so schlecht
war es gearbeitet. Doch können wir hier des für die Beurthei-
lung der kleinen Lnftgeschwindigkeiten in Röhren, z. B. bei
Ventilationen, sehr brauchbaren und sehr empfindlichen Diffe
rential-Manometers von Dr. Med. Adolf Vogt in Bern zu
erwähnen nicht unterlassen. Seine Einrichtung basirt sich auf
die Differenz des Luftdruckes in und ausser der Röhre.
Ventilations-Vorrichtungen waren keinerlei neu gebracht
worden; die verschiedenen in der Maschinenhalle aufgestellten
Ventilatoren basiren sich auf die Centrifugal - Luftpumpe und
ähneln unseren Windmühlen. Sie fielen ihrer grossen Leistungen
wegen allenthalben in die Augen.
III. Akustische Apparate.
Die wissenschaftliche Behandlung der Töne und ihrer Schwin
gungszahl hat in den letzten Jahrzehnten, namentlich seit ihrer
Verbindung mit Optik und Elektromagnetik ausserordentliche
Fortschritte gemacht. Ihre Behandlung durch Männer wie Helm
holz und Tyndall hat eine grosse Reihe von hervorragenden
Kräften in dies früher etwas stiefmütterlich behandelte Gebiet
hinübergelenkt. Seit Ckladny, Seebeck, Cagnard de la
Tour, Weatstone und Lissajous trat ein kleines Intermezzo
ein, bis wieder die beiden Heroen Helmholz auf dem physiolo
gischen, Tyndall auf dem physikalisch und experimentellen Wege
einen ganz neuen Aufschwung dieser Disciplin herbeiführten. In der
Pariser Ausstellung glänzte König aus Paris durch eine ganze
Reihe von äusserst sinnreichen und feinen Apparaten zur Dar
stellung der Theorie des Klanges, einen Vocal-Apparat nach
Helmholz, ein Vibrations - Mikroskop nach Lissajous u. s. w.
Auch Wesserhöfte ans Riga brachte akustische Apparate, na
mentlich das von Töpler erfundene Universal-Vibroskop.
Die Wiener Ausstellung war verhältnissmässig sehr arm an
akustischen Ausstellungs-Objecten. Ausser den bekannten, für