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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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aus  der  magnetischen  Induction  ein  neues  Feld  eröffnet.  Wir
erinnern  hiebei  an  die  Construction  der  meisten  und  gerade  der
besten  Elektro  -  Motoren,  welche  aus  der  Combination  der  permanenten ­
  Magnete  mit  den  temporären  hervorgehen,  an  Nollet’s
und  Gramme’s  elektrische  Beleuchtungs  -  Maschinen  u.  s.  w.
Ausserdem  ist  dies  auch  für  die  Herstellung  von  geodetischen
und  namentlich  nautischen  Instrumenten  von  besonderer  Wichtigkeit. ­

Ist  auch  die  Magnetnadel  erst  im  Mittelalter  erfunden
worden,  so  kannte  man  doch  die  geheimnissvolle  Kraft  des
Magneteisen-Steines  schon  in  der  ältesten  Zeit.  Bei  der  Ausbreitung ­
  der  physikalischen  Kenntnisse  und  dem  tieferen  Studium
der  Naturkräfte  hat  es  nicht  an  Männern  gefehlt,  welche  sich
der  Untersuchung  der  Stahl-Magnete  gewidmet  haben,  und  sowohl
Gelehrte  als  auch  Mechaniker  haben  sich  damit  beschäftigt,  die
beste  Methode  der  Anfertigung  kräftiger  Stahl-Magnete  ausfindig
zu  machen.
Doch  war  so  ziemlich  Alles,  was  man  bisher  hierüber  wusste,
ohne  System,  und  die  ganzen  Vorgänge  bei  der  Anfertigung
waren  rein  empirisch.  Jeder  hatte  seine  eigenen  Ideen  und
Erfahrungen;  Manche  glaubten  dasGeheimniss  gefunden  zu  haben,
doch  scheint  ein  Geheimniss  in  der  That  nur  in  der  Wahl  und
Bearbeitung  des  Stahles  gelegen  zu  haben.  Niemand  hatte  eigentlich ­
  eine  Theorie,  die  diese  Behandlung  gerechtfertigt  und  die
Effecte  gesetzmässig  und  folgerichtig  hätte  erscheinen  lassen.
Folgen  wir  der  von  Jamin  eingeschlagenen  Methode:  ei
suchte  zuerst  die  Vertheilung  des  Magnetismus  auf  einem  von
einem  Blatte  (Lamelle)  gebildeten  Magnete  und  sah,  dass  sich
dieselbe  durch  eine  aus  zwei  Aesten  gebildete  Curve  darstellen
lasse,  welche  zwischen  der  Polarlinie  und  zwei  hierauf  senki  echten
Coordinaten  zu  liegen  komme.  Fügt  er  nun  eine  zweite  Lamelle
zur  ersten  hinzu,  so  nimmt  die  Curve  eine  weniger  gekrümmte
Form  an,  bei  der  dritten  gerädet  sie  sich  noch  mehr  u.  s.  w.,
bis  sie  sich  zuletzt  so  sehr  der  geraden  Linie  nähert,  dass  man
sie  mit  ihr  zusammenfallend  denken  kann.  Einen  solchen  Magnet
nennt  Jamin  einen  Normal-Magnet,  und  man  sieht  leicht
            
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