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Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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der  Schwere  folgend,  wenn  man  das  Ead  um  seine  horizontale
Axe  dicht,  stets  im  untersten  Sextanten  des  Radumtanges  befinden ­
  wird.  Wenn  nun  seitwärts  durch  eine  geeignete  Vorrichtung ­
  sich  ein  an  derselben  Stelle  bleibender  Strom  um  die
Köllen  erzeugt,  so  wird  der  Eisenkern  in  die  Mitte  der  Spulen
hineingezogen,  verrückt  dadurch  den  Schwerpunct  des  Eades  nach
seitwärts  und  oben,  und  erzeugt  somit  eine  rasche  Umdrehung
desselben.  Aus  theoretisch  leicht  ersichtlichen  Gründen  lässt
sich  nicht  durch  Vergrösserung  der  Dimensionen  der  Maschine
allein  ein  grösserer  Nutzeffect  erzielen  und  hat  uns  auch  diese
von  Kravogl  in  der  Abtheilung  des  österr.  Unterrichts  -  Ministeriums ­
  (Besitz  der  Innsbrucker  Universität)  ausgestellte  Maschine
der  Lösung  der  Aufgabe  die  Elektricität  als  Triebkraft  zu  verwenden, ­
  kaum  näher  gebracht.  Wir  sehen  aus  der  Ausnützung
der  Jamin’schen  Idee  der  Magnetisirung  und  den  steten  Fortschritten ­
  in  der  Vervollkommnung  der  Säulen  selbst  die  einzige
Möglichkeit,  dies  Problem  zu  lösen.
So  sonderbar  es  scheinen  mag,  so  hat  man  doch  vielfach
den  Versuch  gemacht,  die  Pendel  mit  elektrischer  Kraft  zu  bewegen; ­
  man  gibt  die  constanteste  aller  Kräfte,  d.  i.  die  Schwere,
auf,  um  eine  kostspielige,  inconstante  an  ihre  Stelle  zu  setzen.
Diese  Anwendung  der  elektrischen  Kraft  müssen  wir  im  Durchschnitte ­
  wohl  als  eine  Verirrung  bezeichnen.  Anders  ist  es,  wenn
dieselbe  einfach  als  Nachhilfe  gebraucht  wird,  um  die  Reibung
des  I  endels  zu  überwinden  und  sein  Stehenbleiben  zu  verhindern.
Die  Anwendungen,  die  mit  der  Elektricität  gemacht  worden  sind,
sind  geiadezu  unzählige:  Distanzmesser,  Geschwindigkeitsmesser
für  die  Kugel  im  Laufe  des  Geschützes  (Siemens  &  Halske),
Kiepshyder  le  Boulanger,  Chronographen,  Anemometer  und  alle
möglichen  und  unmöglichen  Apparate  hat  der  Galvanismus  graphisch ­
  eingerichtet.  Es  ist  uns  total  unmöglich,  alle  die  Apparate
durchzugehen,  in  denen  die  Elektricität  bald  als  Triebkraft,  bald
als  Echappement  u.  s.  w.  angewendet  worden  ist.  In  den  meisten
Fällen  ist  die  Erklärung  aus  der  Anschauung  sofort  ersichtlich.
Nicht  gering  ist*  die  Anzahl  der  elektrischen  Läutwerke,  namentlich
lüi  Eisenbahnen  (Siemens),  Feuersignale,  Todtenversieherungen  etc.
            
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