364
Die Mikroskope von der Hand PlössHs in Wien haben
seinerzeit Aufsehen gemacht, und der Tod dieses Mannes hat
eine Lücke auf diesem Felde gelassen; doch scheinen die Nach-
lolger dieser ehemals so berühmten Werkstatt eifrig bestrebt zu
sein, die Aufmerksamkeit der Gelehrten nochmals auf die Wiener
hi Zeugnisse zu lenken. Ein zierlicher Kasten in der Rotunde
bekundete ihre gute Absicht. Auch Fritsch, vormals Prokcsch,
brachte Mikroskope.
England, das doch sonst reich an Meistern ist, hat es
verschmäht, auszustellen; der Erfolg hat gezeigt, dass ihre Pro-
ducte nicht unentbehrlich sind.
Brasilien brachte ein Azimuthai - Instrument von Jose
dos Reis in Rio Janeiro; Dänemark einige astronomische
und geod. Instrumente von Holst und Jünger, beide in Kopen
hagen.
Italien, das in dieser Disciplin nicht ganz arm ist,
brachte nur das übrigens recht gut gearbeitete viereckige Doppel-
Fernrohr von Ponti in Venedig und einige optische und geodä
tische Apparate und Mikroskope von G. Alemamio in Turin,
die ebenfalls ganz gut gearbeitet waren.
Prof. Carl Äusserer.