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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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S.  Kocco,  „Albreckt“  von  6000  Tons  auf  jener  der  Gesellschaft
Navale  Adriatico  in  S.  Marco  erbaut  worden.  Die  Modelle
dieser  beiden  Schiffe  wurden  auch  in  der  Ausstellung  wegen
ihrer  Deutlichkeit  und  sehr  netten  Ausführung  allgemein  bewundert. ­

Von  besonderem  Interesse  für  die  Geschichte  der  Entwicklung ­
  unseres  Schiffbaues  sind  noch  zwei  vom  technischen  Etablissement ­
  gebaute  Panzerschiffe  kleinerer  Gattung,  von  welchen
ebenfalls  Modelle  in  der  Ausstellung  zu  sehen  waren  ;  wir  meinen
die  Corvetten  „Olga“  und  „I’Dylalie“.  Es  sind  diese  die  ersten
in  Oesterreich  für  ausländische  Staaten  gebauten  Kriegsschiffe.
Der  „  I’  Dylalie  ursprünglich  für  die  egyptische  Regierung

gebildeten  Corvetten  „Frundsberg“  und  „Aurora“  und  endlich  S.  M.  gepanzerte ­
  Fregatte  ersten  Ranges  „Erzherzog  Albrecht“  (ganz  aus  Eisen  construirt).
  Von  bemerkenswerthen  Eisen-Constructionen  ist  noch  zu  erwähnen,
das  grosse  eiserne  Thor  für  den  Trockendock  im  Arsenale  von  Pola,  sowie
mehrere  Dampf-Barkassen  kleinerer  Gattung,  welche  zur  Cabotage  der  nächstgelegenen ­
  Meeresküste  dienen.
Das  seit  1857  einer  Actien  -  Gesellschaft  (Gründungs  -  Capital  von
2  Mill-  Gulden  Oe.  W.)  gehörende  Stabilimento  tecnico  triestino  lieferte
Kriegs-  und  Handelsschiffe  von  den  grössten  Dimensionen  complet  sammt
Maschinen,  und  bestellt  aus  zwei  von  einander  getrennten  Anlagen  der
Maschinenfabrik  in  S.  Andrea  und  der  Werfte  in  S.  Rocco,  welche  letztere
ein  geräumiges,  zur  Aufnahme  selbst  der  grössten  Panzerschiffe  hinreichendes ­
  Trockendock  besitzt.  Fast  ausschliesslich  alle  Maschinen  der  österreichischen ­
  Kriegs-Marine  (51  Stück,  worunter  zwei  von  1000  Pfdkft.)  sind  aus
diesem  Etablissement  hervorgegangen;  ferner  wurden  für  den  Oesterr.-Ungar.
Lloyd  und  diverse  Private  25  Schiffs-Maschinen,  eine  grosse  Anzahl  Betriebs-Maschinen,
  Dampf-Kessel  und  Dampf-Mühlen  etc.  construirt.  Für  die  k.  k.
Kriegs-Marine  wurde  eine  Panzer-Fregatte,  eine  hölzerne  Fregatte,  5  Kanonenboote, ­
  eine  Corvette  gemischter  Construction  und  15  Dampf-Barkassen  aus
Stahl  ganz  complet  gebaut.  Gegenwärtig  befinden  sich  noch  im  Bau  ebenfalls ­
  für  Rechnung  unserer  Marine:  das  im  Referat  erwähnte  Casemattschiff
„Custoza“,  ganz  aus  Eisen  construirt,  das  grösste  Panzerschiff  der  österreichischen ­
  Flotte  mit  Maschine  von  1000  Pfdkft.  und  10"  Panzer;  die
Üchrauben-Fregatte  „Radetzky“  und  „Laudon“  (gemischterConstruction),  mit
Maschinen  von  C00  Pfdkft.,  und  vier  stählerne  Dampf-Barkassen  sammt  einem
Dampf-Bagger.  Zu  erwähnen  ist:  die  Herstellung  von  Hafen-Bagger  für  die
italienische  Regierung,  die  europäische  Donau  -  Commission  und  die  k.  k.
österr.  Seebehörde,  sowie  der  Bau  von  circa  20  Dampfern  und  80  Segelschiffen ­
  verschiedener  Grösse  für  Private.  Die  Red.
            
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