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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Das  Princip  der  gleichfalls  von  Friedmann  ausgestellten
Donkey-Dampfpumpen  lehnt  sich  an  jenes  der  sogenannten
amerikanischen  Dampfpumpen,  zeigt  aber  in  der  Construction
des  Dampfcylinders  eine  wesentliche  Verbesserung.  Während  die
amerikanischen  Dampfpumpen  nur  horizontal  disponirt  werden
konnten  und  nur  als  Pumpen  dienten,  welche  mit  dem  Dampfcvlinder
  direct  in  Verbindung  standen,  kann  letzterer  nach  Friedmann ­
  auch  verfcieal  angebracht  werden,  wodurch  der  Vortheil  eines
Kaumersparnisses  erzielt  wird*).
Recht  interessant  ist  auch  der  Friedmann’sehe  Propulsator ­
  zur  Anfachung  der  Feuer  hei  Dampfkesseln  und  die  Injectoren
  zum  Speisen  von  Schilfs-Dampfkesseln.  Namentlich  die
letztgenannten  haben  unter  allen  derartigen  Apparaten  die  grösste
Verbreitung  gefunden.
Ueberhaupt  zeigen  sich  bei  den  Friedmann’schen  Pumpen
und  ähnlichen  Apparaten  wohldurchdachte  und  neue  Ideen  mit
viel  Geschick  in  die  Praxis  übergeführt  und  es  konnte  solcherweise ­
  nicht  verfehlen,  dass  dieser  zu  bedeutendem  Ruf  gelangte
Ingenieur  mit  einfachen  Mitteln  ausserordentliche  Arbeitsleistungen
erzielen  konnte.
Eine  recht  interessante  Pumpe  war  im  österr.  Marine-Pavillon
  ausgestellt,  sie  hat  einen  oscillirenden  Cylinder  mit  vollen
Kolben  (ohne  Ventile),  wobei  die  Ein-  und  Ausströmung  des
Wassers  durch  automatisch  zu  bewegende  Oeffinmgen  in  den
Lagern  des  Cylinders  stattfindet.
*)  Auf  Schiffen  gestattet  dieses  System  die  Anbringung  des  Darapfcylinders
  z.  B.  auf  Deck,  die  Installirung  der  Pumpen  aber  im  Kielraume.  Die
Construction  der  Pumpenventile  (Doppelventile)  ist  eine  eigenthhmliclie  und
vollends  neue.  Dieselben  sind  aus  Metall  erzeugt,  sollen  sicher  und  ohne
des  lästigen  Schlagens  arbeiten.  Der  Erfinder  glaubt  eine  Störung  ihrer
Functionirung  nicht  leicht  denkbar.
Eine  Verstopfung  des  Saugrohres  durch  Kohlenstaub  oder  sonstige
Unreinlichkeiten  wird  durch  eine  Dampfblasevorrichtung  verhütet,  wenn
diese  während  der  Arbeit  von  Zeit  zu  Zeit  geöffnet  wird.  Dieselbe  Pumpe
kann  sowohl  zum  Kesselspeisen,  als  auch  als  Kaltwasserpumpe  und  endlich
auch  als  Feuerspritze  dienen,  in  welchem  letztgenannten  Falle  bei  Anwendung
eines  Dampfdruckes  von  1%  Atmosphären  das  Wasser  bis  auf  130  Fuss  Höhe
getrieben  werden  kann.
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