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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

—  41?»

1.  Einen  Perrier  von  80  Kilog.,  l.’"022  Länge  und  53 mm
Caliber.
2.  Einen  Mörser  von  70  Kilog.,  420 mi "  Länge  und  150 mi “
Caliber.
3.  Eine  Spingarde  von  20  Kilog.,  0.'”940  Länge  und  53 raiU
Caliber.
4.  Ein  von  dem  Aussteller  neu  erfundenes  Geschütz  von
20  Kilog.,  300 mi11  Länge  und  30 mil ‘  Caliber.
Die  Schiessweise  aus  diesen  Geschützen  wurde  schon  vorne
beschrieben,  und  ist  hier  nur  noch  zu  bemerken,  dass  die  Schiessweite, ­
  welche  mit  dem  Perrier  und  dem  Mörser  erreicht  wurde,
nicht  über  580  Fuss,  jene  der  Spingarde  760  Fuss  beträgt,
während  doch  die  deutschen  Rettungs-Raketen  die  Leine  bis  zu
1300  Fuss  weit  tragen.  Ausserdem  sind  der  Perrier  und  der
Mörser  auch  etwas  zu  schwer  für  Rettungsgeschütze,  und  gestattet
der  Mörser  keinen  sicheren  Schuss.  Bessere  Resultate  wurden
mit  dem  zuletzt  erfundenen  Geschütze  erreicht,  welches  die  Leine
bis  zu  1000  Fuss  weit  zu  führen  vermag.  Das  Geschütz  ist  noch
immer  so  leicht,  dass  es  von  einem  Manne  im  Nothfalle  getragen
werden  kann.  Der  Stossboden  dieses  Geschützes  wird  durch  den
mit  Schraubengewinden  versehenen  Theil  eines  gussstählernen
Pflockes  gebildet,  der  an  seinem  anderen  Ende  spitz  zuläuft  und
mittelst  welchen  das  Geschütz  unter  den  gegebenen  Winkel  in
die  Erde  gerannt  wird*).

Eit.  Victor  v.  Jennik.

worden.  —  Die  von  der  Gesellschaft  seit  dem  Bestehen  bis  l.  April  1873
erzielten  Resultate  bestehen  in  der  Rettung  von  102G  Menschenleben  und
59  Fahrzeugen.  Uebcr  Organisation,  finanzielle  Hilfsmittel  und  Rettungs-Apparate
  findet  der  Leser  Ausführliches  in  dem  trefflichen  Kataloge  „Notices
sur  les  dessins,  modeles  et  ouvrages  etc.“,  welchen  das  französ.  Ministerium
der  öffentlichen  Arbeiten  seiner  Ausstellung  als  kritischen  Wegweiser  beigegeben ­
  hat.
*)  Es  erhellt  aus  den  auf  der  Ausstellung  vorgeführten  Mustern  von
Rettungs-Apparaten  zur  See,  dass  dieselben  noch  ziemlich  primitiver  Natui
und  daher  einer  vielseitigen  Entwicklung  fähig  sind.  Indem  wir  dieses
constatiren,  können  wir  nicht  umhin,  unser  lebhaftes  Bedauern  über
die  äusserst  lückenhafte  Betheiligung  der  seefahrenden  Nationen  an  der
            
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