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Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Der  Damm  in  Alicante  ist  auf  einem  Steinwurf  aus
natürlichen  Blöcken  fundirt,  von  denen  die  kleinsten  im  Innern
des  Profiles  verwendet  werden.  Seewärts  ist  der  Damm  in  sanfter
Böschung  mit  grossen  Blöcken  versichert,  welche  bis  zum  Damm-Plateau
  über  den  Wasserspiegel  reichen.  Auf  der  Kante  des  zur
V  aaren-Manipulation  bequemen  Plateaus  ist  eine  Schutzmauer
und  nach  Innen  des  Hafens  eine  zum  Anlegen  der  Schiffe  mit
Quadern  verkleidete  Quaimauer  ausgeführt.  Eine  besondere  Aufmerksamkeit ­
  wird  den  Deckplatten  gewidmet,  welche  eine  seltene
Gleichförmigkeit  zeigen  und  mit  einander  in  Schwalbenschweiftorm
  verbunden  sind.  Dagegen  lassen  die  unterseeischen  Mauern,
namentlich  die  drei  untersten  Blockschichten  in  Bezug  auf  Regelmässigkeit ­
  Manches  zu  wünschen  übrig*).
Portugal  stellte  den  Hafen  von  S.  Michele  auf  der  Ponta
Delcada  (Azorische  Inseln)  aus,  welcher  für  die  transatlantische
Schiffahrt  grosse  Bedeutung  hat.  Der  seit  dem  Jahre  1862  in
Bau  begriffene  Schutzdamm  wird  eine  Wasserfläche  von  19  Hectaren
  einschliessen  und,  obwohl  noch  nicht  vollendet,  bietet  er
bereits  den  einlaufenden  Schiffen  einen  sicheren  Schutz  (Ebbe
und  Eluth  differiren  2 m ).
Das  ausgestellte  Modell  zeigt  bei  einer  Wassertiefe  von  10 m
eine  Sohlenbreite  von  150”  und  90”  im  Wasserspiegel,  respective
  von  192"“  und  97'"  bei  einer  Tiefe  von  ll ra .  Bei  der  vorzüglichen ­
  Bodenbeschaffenheit  (Fels  mit  Sand  bedeckt)  des  Meeresgrundes ­
  sind  diese  Dimensionen  auffallend  und  deuten  unleugbar
darauf  hin,  dass  abnormale  Vorkommnisse  auf  die  regelmässige
Entwicklung  des  Baues  störend  eingewirkt  haben  müssen.  In  der
That  bestätigt  die  dem  Modell  angeheftet  gewesene  Notiz  diese
Vermuthung,  und  erzählt  uns  von  Misserfolgen,  welche  das  für
Abtreppungen  von  0.10  bis  0.15”'  über  einander  gelegt,  dem  Mauerprofil  eine
Böschung  von  nahezu  '/„  geben.  Ueber  dem  Niederwasser  ist  auf  der  Blockmauer ­
  eine  3.6”  hoch  mit  Quadern  verkleidete  Bruchstein-Mauer  angelegt.
*)  Wir  können  die  Mittheilung  über  Spanien  nicht  schliessen,  ohne
eines  interessanten  Albums  zu  gedenken,  welches  sämmtliche  Leuchtthürrae
und  Seeleuchten  in  Detailplänen  und  alle  Aufklärungen  über  Anlage,  Construction
  und  Material  der  einzelnen  Objecte  nebst  Bezeichnung  der  Lichthöhe ­
  über  dem  Meeresspiegel  enthält.
            
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