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Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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und  Molo-Mauern  aus  künstlichen  Blöcken  zu  setzen.  Die  eigentliche ­
  über  Niederwasser  ragende  Quai-Mauer  ist  aus  mit  Quadern
verkleidetem  Bruchsteinmauerwerk  hergestellt.  Die  plastischen
Darstellungen  des  neuen  See-Lazarethes,  der  Häfen:  Triest,  Spalato,
Bocche  di  Cattaro  und  der  Narenta-Niederung  machten  einen
angenehmen  Eindruck.  Im  letzten  Ausstellungs-Objecte  war  das
Project  versinnlicht,  wornach  die  Entsumpfung  und  Regulirung
vorgenommen  werden  soll;  leider  waren  die  zur  Beurtleilung  des
interessanten  Werkes  erforderlichen  Projectspläne  nicht  ausgestellt.
Seit  dem  Jahre  1854  bis  inclusive  1863  wurden  für  Häfen,
Sanitätsbauten,  Seeleuchten  2,615.325  H.  und  von  1864  bis  inclusive ­
  1872  11.  5,056.386  verausgabt,  also  eine  Vermehrung  in
der  zweiten  Periode  um  93  "/„  ohne  die  Ausgaben  (präliminirte
Summe  von  26  Mill.  ü.)  für  die  neuen  Häfen  in  Triest  und  Fiume
einzubegreifen.  Diese  Zahlen  beweisen,  dass  Oesterreich  in  den
letzten  Jahren  bedeutende  Geldopfer  für  Seebauten,  hauptsächlich
aber  für  die  ebengenannten  Häfen,  als  die  für  den  Verkehr  mit  dem
Auslande  maassgebendsten  Puncte  der  Seeküste  gebracht  hat.
Wir  können  unsere  gedrängte  Mittheilung  über  die  Seebauten ­
  nicht  schliessen,  ohne  einige  Bemerkungen  über  Signalund ­
  Anker-Vorrichtungen  mit  Berücksichtigung  des  spärlich  genug
aut  der  Ausstellung  vertreten  Gewesenen  zu  machen.
Bezüglich  der  Ersteren  sei  der  3,  von  der  Bremer  Deputation ­
  für  Hafen-Anlagen  exponirten,  optischen  Signale  gedacht,
welche  seit  neuester  Zeit  zur  Bezeichnung  des  Fahrwassers  an
der  Wesermündung  verwendet  werden.  Im  Gegensätze  zu  anderen
Constructioiien  zeichnen  sie  sich  durch  eine  sehr  schlanke  Form
aus,  welche  bei  grossem  Tiefgange  eine  möglichst  senkrechte
Lage  gestattet.  Die  Bojen  sind  aus  6‘“  m  starkem  Eisenblech
construirt  und  werden  statt  eines  Ankers  mittelst  eines  Steinblockes
  von  30  bis  40  Ctr.  Gewicht  auf  dem  Meeresgründe  festgehalten. ­
  Endlich  ist  der  ganze  Körper  in  3  bis  4  Räume  getheilt;
  eine  Einrichtung,  durch  welche  bei  etwaigem  Leckwerden
durch  Ansegeln  von  Schilfen  das  Untersinken  des  Apparates
verhindert  wird.
            
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