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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Anbinde-Vorrichtungen zum Anlegen der Schiffe an den 
Quaimauern waren auf den Hafenplänen und Modellen entweder 
gar nicht vorhanden oder ohne jedes Detail nur angedeutet. 
Eiserne Ringe bis zum Durchmesser von 40 Centim. horizontal 
verankert und ein oder zwei an einem Oehre hängend (bei zwei 
Ringen können zwei Schiffe von einander unabhängig sich an- 
binden) waren in den meisten Fällen an den Facaden der Quaimauer 
angebracht. Ihr Abstand von der Mauerkrone war verschieden 
je nach der Höhe der Mauer über dem Niederwasser und der 
Differenz zwischen Fluth und Ebbe. Ausnahmsweise waren auch 
drei Ringe auf einem Puncte vereinigt und im Mauer werke in 
eigene Vertiefungen vertical verankert. Anbindsäulen werden 
theils aus Eisen, theils aus Stein verwendet und sind in ver 
schiedenen Abständen von der Mauerkante plaeirt, so 1.20’“ 
in italienischen und 2.5 m bis 4.0'“ in spanischen Häfen. Bei 
Barcelona sei als einer zu weit getriebenen \orsicht bezüglich 
der Erhöhung der Solidität der Quaimauern nächst der Anbind 
säulen erwähnt, dass die Hausteine sowohl in verticaler als auch 
in horizontaler Linie mit einander verzahnt worden sind. 
Jos. Harnisch. 
Wir können das Capitel über Marinewesen nicht schliessen. 
ohne — auf Grund des auf der Ausstellung gewonnenen Bildes 
mit seinen Licht- und Schattenseiten — der Bauthätigkeit zu 
gedenken, welche Oesterreich - Ungarn für maritime Zwecke 
entwickelt hat. 
Der Schiffbau sowohl für die Handels- als auch Kriegs 
marine erfreut sich eines lobenswerthen Aufschwunges. Letzterei 
documentirt sich nicht nur in der verständigen Combiuirung der 
im Lande selbst gemachten Erfindungen und den in der Fremde 
erprobten Systemen, sondern auch in der wesentlichen Hebung 
der inländischen Industrie, welche heute bereits einen solchen
	        
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