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Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Weise  bedienen  und  die  Zahl  dieser  Gattung  Fahrzeuge  in  Oesterreich ­
  noch  die  bei  Weitem  überwiegendste  ist.  Dampfschiffe  haben
ohne  Ausnahme  ihre  Krahne  an  Bord  und  besorgen  selbst  das
Aus-  und  Einladen  der  Waaren.  Welche  Dienste  gerade  in  Triest
eine  ausreichende  Zahl  entsprechend  und  gut  vertheilter  Krahne
im  Interesse  einer  ökonomischen  und  raschen  Waaren-Manipulation
leisten  würde,  liegt  bei  den  beschränkten  Lager-  und  Anlande-Flächen
  auf  der  Hand.
Eine  grössere  Sorgfalt  als  den  genannten  Einrichtungen
wird  den  Verankerungs-  und  Vertauungs-Mitteln  geschenkt.  Nicht
mir  sind  unsere  Häfen  mit  den  von  der  Schiffahrt  geforderten
Anzahl  dieser  Mittel  ausgerüstet,  sondern  wird  auch  bei  den  für
dieselben  angewendeten  Systemen  sowohl  den  Fortschritten  der
Technik,  als  auch  der  Berücksichtigung  der  inländischen  Industrie
verdiente  Rechnung  gezollt.  So  verdanken  wir  es  der  Initiative
der  k.  k.  Seebehörde  in  Triest,  dass  schon  seit  mehreren  Jahren
die  Bojen  aus  inländischem  Walzeisen  in  den  technischen  Etablissements ­
  von  Triest  und  Graz  erzeugt  und  bereits  Aufträge
tür  die  Lieferung  von  Ketten  und  Ankern  an  steirische  Eisenwerke
erfolgt  sind.
Die  Anlage  von  Leuchtthürmen  und  Warnzeichen  kann
(nicht  ganz  entsprechend  den  von  der  Schiffahrt  geforderten
Bedürfnissen)  nur  im  Verhältnisse  mit  dem  für  Seebauten  karg
zugemessenen  Jahresbudget*)  von  Statten  gehen.  Bis  zum  Jahre
1867  betrug  die  Zahl  der  errichteten  Seeleuchten  20.  Seither
wurden  an  den  wichtigsten  Küstenpuncten  25  neue  errichtet  und
sind  ferner  gegen  20  theils  projectirt,  theils  im  Bau  begriffen,
*)  Nach  amtlichen  Documenten  der  k.  k.  Seebehörde  in  Triest,  welche
im  Jahre  1854  die  Seebauten  von  der  k.  k.  küstenl.  Bau-Direction  und  im
Jahre  1867  die  unter  der  Obhut  der  Triester  Börsen-Deputation  gestandene
Beleuchtung  des  unserem  Staate  gehörigen  Küstenstriches  übernommen  hat,
betragen  die  für  neue  Schutz-Dämme,  Landungs-Moli,  Landungs-Ufer,  Landfesten, ­
  Anbindringe,  Sanitätsgebäude,  Lazarethe,  Keparaturen  an  bestehenden
Hafenbauwerken,  V  arnzcichen  und  sonstigen  maritimen  Vorkehrungen,  sowie
für  Seeleuchten  und  Semaphoren  in  19  Jahren  (1854  bis  incl.  1872)  verausgabten ­
  Beträge:  für  Triest  und  das  Küstenland  fl.  5,068.302.—
,,  Dalmatien  ,  2,603.509.—
somit  zusammen  nur  fl.  7,071.811.—
            
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