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Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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der  Adhäsion  eine  Aenderung  des  Oberbaues  verlangt.  Oberbau
mit  Zahnstangen,  mit  Anordnungen  zum  Hinaufsehranben  der
Züge  durch  Spiralräder,  sind  für  Bahnen  mit  Personenverkehr
(namentlich  zum  Ersteigen  einzelner  Höhen)  im  Betriebe,  und
ihre  Anwendbarkeit  für  Güterverkehr  erscheint  nicht  mehr  fraglich.
Seoundäre  Bahnen  für  Localverkehr  mit  normaler  oder  enger
Spur  und  Bahnen  für  Zwecke  der  Industrie,  z.  B.  Seilbahnen  mit
feststehendem  oder  umlaufendem  Tragseil,  kommen  in  immer
grössere  Aufnahme.
Nach  dieser  flüchtigen  Rundschau  auf  den  drei  Hauptgebieten ­
  des  Bauwesens  erübrigt  es  noch,  den  Antheil  zu  kennzeichnen, ­
  welchen  die  einzelnen  Nationen  an  der  Ausstellung
genommen  haben,  um  durch  die  Vorführung  interessanter  Bauwerke ­
  den  seit  1867  in  ihrem  Lande  gemachten  Fortschritt  zu
illustriren.  Während  sich  die  Niederlande,  Italien  und  namentlich
Frankreich  durch  eine  Reihe  bemerkenswerther  Wasserbauten
hervorthun,  so  geben  wieder  Deutschland  und  Oesterreich  beredtes
Zeugniss  von  der  auf  dem  Felde  des  Hoch-  und  Eisenbahnbaues
entwickelten  Thätigkeit.  Gedenken  wir  der  Art  und  Weise,  wie
die  exponirten  Objecte  dem  Publicum  vorgeführt  wurden,  so
müssen  wir  in  erster  Linie  die  zwei  Perlen  der  Darstellungen
auf  dem  Gebiete  des  Bauwesens  erwähnen.  Es  sind  dies  die
Collectiv-Ausstellungen  der  Stadt  Paris  und  des  französischen
Bauten-Ministeriums.  Musterhaft  durch  Geschmack  in  der  Anordnung, ­
  System  in  der  Aufstellung  und  künstlerische  Darstellung,
boten  sie  noch  den  unschätzbaren  Vortheil,  die  für  das  ernste
Studium  des  Fachmannes  so  wichtigen  Behelfe  durch  eine  reiche
Zahl  einschlägiger  Documente  und  Monographien  in  ebenso  kritischer ­
  als  vollständiger  Weise  zu  bieten.  Leider  können  wir
nicht  das  Gleiche  von  Italien,  Deutschland  und  Oesterreich
berichten,  bei  welchen  die  Beschränktheit  des  durchaus  ungenügenden ­
  Raumes  wohl  der  Hauptgrund  für  den  Mangel  an  systematischer ­
  und  übersichtlicher  Aufstellung  gewesen  sein  mochte.
Am  meisten  fiel  dies  in  Italien  auf,  zum  grossen  Nachtheile  des
Landes,  dem  man  die  wohlverdiente  Anerkennung  nicht  versagen
kann,  in  dem  seit  Paris  verflossenen  Zeiträume  die  grössten
            
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