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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Halten wir zum Schlüsse eine Rundschau über die ver 
schiedenen Industrien, welche sich mit der Erzeugung der Bau- 
Materialien beschäftigen, so finden wir, dass seit 1867 die grössten 
I oitschritte von denjenigen Gewerbszweigen gemacht worden 
sind, welche sich die Herstellung der künstlichen Materialien 
und namentlich der Ihon-, Kalk- und Cement-Producte zur Auf 
gabe machen. Das Gleiche gilt von den Surrogaten für Dacli- 
üeckmaterialien, als: Theer, Filz, Holz-Cement und Pappe. 
Endlich constatiren wir, dass die Metall - Industrie sich einer 
täglich wachsenden Anwendung in den verschiedenen Fächern 
des Bauwesens erfreut. 
Als allgemeines (_ harakteristikon der Producte, sowohl der 
kleinen, als auch der grossen Industrien bezeichnen wir das 
Streben nach möglichst grosser Vollendung, und zwar nicht nur 
in stofflicher, sondern auch in ästhetischer Richtung. Ein künst 
lerischer Hauch weht durch die Werkstätte selbst des kleinsten 
Geweibsmannes, und es gibt kaum eine Industrie, in welcher 
nicht die Kunst, wenn auch in noch so bescheidener Weise, 
ihren Einfluss geltend zu machen sticht. 
Nach dieser allgemeinen Uebersicht werden wir in nach 
stehenden zwei Abschnitten die Erzeugung und Verwendung, 
sowohl der natürlichen, als auch künstlichen Baumaterialien be 
handeln. 
A. Die natürlichen Baumaterialien. 
Zu diesen, als den Repräsentanten der in der ursprünglichen 
Zusammensetzung verwendeten Stoffe, rechnen wir ausser dem 
Holze noch die Legion der dem Ur- und dem krystallinischen 
Schiefer-, sowie dem Flötz-Gebirge eigentümlichen Mineralien. 
Die ausserordentliche Menge dieser Gesteine, welche zur 
Hei Stellung von Eisenbahnen, Strassen und Hafen-Anlagen, sowie 
zur Ausführung von öffentlichen, Privat- und Luxus - Bauten 
eitoidert wird, erheischt eine Betriebs - Einrichtung der Brüche, 
welche die ebenso billige als rasche Gewinnung der Bausteine
	        
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