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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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ermöglicht. So kommt es, dass in erster Linie der Vervollkomm 
nung der . Sprengmaterialieii eine besondere Aufmerksamkeit 
geschenkt wird, um das gewöhnliche Schwarzpulver durch ein 
wirksameres Zertheilungsmittel (Nitro-Glycerin, Dynamit, Schiess 
wolle etc.) zu ersetzen, dass an die Stelle kleiner Minen berg 
männisch angelegte Riesen-Minen mit Schacht und Gallerte treten, 
dass ferner die Arbeit von Hammer und Meissei durch Bohr 
end Bruch-Maschinen verrichtet wird, und dass endlich die pri 
mitiven Heb- und Transport-Vorrichtungen durch Dampf-Krähne 
und ein ganzes System rationell angelegter Bahnen ersetzt 
werden *). 
Die von den einzelnen Staaten ausgestellten Steinmuster 
zeichneten sich durch Reichhaltigkeit und Vollständigkeit der 
Sammlungen aus. Granit, Syenit, Porphyr, Serpentin, Metaphir, 
Basalt, Trachyt, Gneis, Glimmer- und Thonschiefer, sowie endlich 
Sandstein und die zahlreichen Varietäten des den grössten Tlieil 
des Festlandes bildenden Kalksteines waren vertreten. 
Wenn wir im Vergleiche zu Paris die geringere Beteiligung 
von Deutschland, Frankreich und Belgien beklagen, so können 
wir um so lobenswerter Italiens und Oesterreichs gedenken. 
Ersteres besonders bringt seinen ausserordentlichen Reichthum 
*) Eine äusserst interessante Zusammenstellung der auf die moderne 
Steingewinnung bezüglichen Elemente war in dem von Mahler und 
Eschenbacher (Wien) ausgestellten Pavillon zu finden, welcher neben 
Nobel’s Dynamit noch die Burleigh'schen Luftcompressions- und Steinbohr- 
Maschinen (in Thätigkeit), die elektrischen Zünd-Apparate, sowie alle Hilfs 
mittel zur Spreng-Technik in ebenso vollständiger als belehrender Weise 
enthielt. Leider vermissen wir das Beispiel eines mit der Steingewinnung 
im Grossen sich beschäftigenden Steinbruches, von welchem die für den 
Priester Hafenbau thätigen, von der Unternehmung Dussand betriebenen 
Brüche in Sistiana ein vorzügliches Spccimen abgegeben hätten. Das Studium 
von deren Einrichtung wäre für die zahlreichen Steinbrüche längs des 
adriatischen Küstenlandes um so nutzbringender gewesen, als deren Ausbeute 
im Allgemeinen noch in der primitivsten Weise vor sich geht und daher die 
Concurrenzfähigkeit des vorzüglichen Materiales aut grössere Strecken, wenn 
nicht illusorisch, so doch sehr schwierig erscheinen lässt. Zur Orientirung 
für Fachleute weisen wir auf den Jahrgang 1872 der „Allgemeinen Bau- 
Zeitung'“ hin, welche den Betrieb der Steinbrüche von Sistiana in allen Ein 
zelheiten behandelt.
	        
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