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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Bei dem so vielfach angewendeten Materiale des Holzes 
können wir die häufige Benützung der zu den verschiedensten 
Zwecken dienenden Arbeits-Maschinen *) als bekannt voraussetzen 
und gedenken hauptsächlich des Bestrebens der Neuzeit, die für die 
gesammte Bautechnik so eminent wichtige Frage der Holzconser- 
virung einer befriedigenden Lösung entgegenzuführen. Von dem 
wenigen auf diesem Felde Ausgestellten ist Mayer’s (Stuttgart) 
imprägnirte Bahnschwelle zu nennen, welche trotz lOjähriger 
Dienstzeit sich in noch gutem Zustande befindet. 
Mit Ausnahme der Dach-Constructionen (auch diese werden 
bei wichtigeren Bauten aus Eisen hergestellt) und der zum Bauen 
nöthigen Gerüstungen findet das Bauholz wenig Berücksichtigung 
von Seite des Architekten, es sei denn zu Herstellungen unter 
geordneter Natur, als Gartenhölzer, Pavillons etc. Wir enthalten 
uns von den zahlreichen, mitunter reizenden, Objecten dieser Art 
zu sprechen und beschränken uns auf die Erwähnung des zerleg 
baren Wohnhäuschens, welches aus Holz gebaut und nach des 
Ausstellers (Kien in Wien) Versicherung wasserdicht und feuer 
sicher sein soll. 
B. Die künstlichen Baumaterialien. 
Darunter verstehen wir alle diejenigen, welche aus den der 
Natur entlehnten Stoffen durch einen Umwandlungs-Process in 
den für die Bauzwecke nothwendigen Zustand versetzt werden. 
Ihre Erzeugung ist ungleich interessanter als die der natürlichen, 
und gibt Veranlassung zu einer grossen Menge selbstständiger 
Industrien, deren Bedeutung mit Rücksicht auf die mannigfache 
werthes vorführten. Unter diesen sind zu nennen: die Schieferbau-Actien- 
Gesellschaft in Nutlar a. d. Ruhr, H Pensel & Comp, in Ludwigstadt 
(Bayern), die Schieferbergbau-Actien-Gesellschaft in Olrantz (Mähren), die 
Kalk- und Schieferbruch-Gesellschaft von Liebig Johann & Comp, in 
Eisenbrod (Böhmen) und Als eher A., Hanoi J. & Comp, in Eckersdorf 
(Schlesien). 
*) Siehe ,Holzbearbeitungs-Maschinen" S. -10.
	        
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