MAK

Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

sehe Injectoren. Der „Vulkan“ ist mit Innenrahmen, äusserer 
Steuerung, Sicherheits-Ventilen nach Koms-ottom und dem Prüss- 
mann’schen Funkenfänger versehen. Die Leistung wurde hei 
50 Kilometer Geschwindigkeit auf der Steigung von 1.4% und 
Curven von 300 Meter Radius zu 140 Tons angegeben. 
Die Masehinen-Fabrik Esslingen hatte die für die Galizi- 
sehe Carl Ludwigs - Bahn bestimmte Schnellzug - Locomotive 
„Dniepr“ ausgestellt. Vorder- und Mittel-Achse, mit Rädern 
von 1.896“ Durchmesser, sind gekuppelt, die Lauf-Achse liegt 
rückwärts unter der Feuerbüchse; eine Anordnung, gegen die 
man vielleicht, wegen des leichten Aufsteigens der grossen Vorder 
räder in Curven, Bedenken haben könnte. Rahmen und Steuerung 
sind aussenliegend; die Federn der Trieb-Achsen sind durch 
Balanciers verbunden. Die Dampf-Spannung ist auf 8 Atmosph. 
normirt, und das Gewicht der Locomotive im leeren Zustande 
beträgt 28.75 Tons. Die Ausführung ist, wie man dies von der 
Esslinger Fabrik nicht anders erwarten konnte, eine vorzügliche. 
Das Etablissement von Köchlin in Mühlhausen war 
durch die Schnellzug-Maschine der Mont Cenis-Tunnelbahn ver 
treten. Diese Locomotive ist in den grössten und stärksten Ver 
hältnissen mit 4 Triebrädern von 2“ Durchmesser construirt. Die 
Vorder- und Hinter-Achse tragen Laufräder, die Rahmen sind 
innenliegend, die Aussensteuerung nach Gooch wird durch Gegen 
kurbeln bewegt. Der Rost ist stark geneigt und enthält vorn 
einen kurzen, verstellbaren Drehrost. Die Locomotive ist mit 
der Gegendampf-Bremse von Lechatelier versehen und wiegt im 
Dienst 37.34 Tons. 
Die Tender-Locomotive „Austria“ von der österreichischen 
Staatsbahn, nach dem System Engerth gebaut, ist die einzige 
Maschine der Ausstellung mit iunenliegenden Cylinderu. 
Die Locomotive „Rittinger“ von G. Sigl in Wien für die 
österr. Südbahn als Eilmaschine ausgeführt, hat 4 gekuppelte 
Räder von 1.9“* Durchmesser und ein 2achsiges Vordergestell mit 
Rädern von 0,95“. Diese Anordnung soll den Zweck erfüllen, 
trotz der hohen Räder und des hohen Radstandes dennoch eine 
kräftige, in Curven leicht bewegliche Eilmaschine zu erhalten.
	        
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