Der Vollständigkeit halber seien hier noch die Locomotiyen
von Claparelde in St. Denis, die der russischen Maschinen
bau-Gesellschaft in Petersburg und der Societä natio
nale in Neapel, sämmtlich mit sechs Kuppelrädern, angeführt.
Die letztere liess in Construction und Arbeit viel zu wünschen übrig.
Die Vierkuppler-Maschinen normaler Spur waren durch
die Tender-Locomotiven ,.Nord“ aus der ehemals Schwarzkopff-
schen Fabrik in Berlin, „-Darmstadt“, aus der Maschinenfabrik
in Darmstadt und durch eine sehr gut construirte Maschine von
Krauss in München vertreten.
In letzter Reihe begegnen wir den Locomotiven für secun-
däre Bahnen.
„Orient“, von Baswell gebaut, hat 8 gekuppelte Räder
und ist für eine Bahn mit 1“ Spurweite bestimmt. Achslager
und Feuerkiste sind nach Haswell’s System construirt. Der
Kessel ist sehr hoch gelagert, was, besonders bei Schmalspur-
Maschinen, wegen der Verminderung der Stabilität von Nachtheil
ist. Diese Locomotive wiegt im dienstfähigen Zustande nur 'JO Tons,
so dass die geringe Achsbelastung von 5 Tons einen leichten
Bahn-Oberbau gestattet.
Die kleine Tender-Locomotive, „Hungaria“ im Banater
Eisenwerke Reschitza, nach dem System Haswell ausgeführt,
hat manche Eigenthümlichkeit mit der oben erwähnten „Stainz"
gemein und ist für eine Eisenwerks-Bahn mit 0.948“ Spurweite
bestimmt. Der Wasserkasten bildet einen umgekehrten Sattel,
liegt zur Seite und unterhalb des Kessels und fasst 0.9'”’”" Die
Maschine ist mit Centralbuffern versehen und wiegt 11.5 Tons.
Krauss in München und die Maschinenfabrik in
Carlsruhe hatten zwei kleine Kohlenwerks - Locomotiven von
0.75“ Spurweite ausgestellt.
Die normalspurige Tender-Locomotive aus der Maschinen-
Fabrik zu Zorge am Harz, für den Verkehr in Eisenwerken
bestimmt, ist mit schiefliegenden Cylindern und verticalem Kessel
versehen. Das Gewicht wird auf 8.7 Tons, die Stärke auf 23
Pferdekräfte angegeben. Eine ähnliche kleine Tender-Locomotive
hatte Coekerill ausgestellt.