Erziehungs-, Unterrichts- und Bildungswesen.
Die Volks-Schule.
Von verschiedenen Seiten wurde die Bemerkung wiederholt,
ein System (wie es bei der Wiener Weltausstellung befolgt wurde),
wo die Gegenstände nicht nach Fächern, sondern nach Ländern
exponirt werden, erschwere sehr die üebersicht und beeinträchtige
daher auch das Urtheil über die Erzeugnisse der einzelnen Länder
und die Leistungen der verschiedenen Völker. Auf solche Weise
werde der ernstgemeinte Wettkampf zu einem blossen Festspiele,
das dmch seine bunte Sceuerie wohl den Laien vergnüge, bei
dem jedoch der Fachmann, dem eigentlich die Sache gilt, seine
Rechnung nicht finde.
Dass diese Klage nicht unbegründet war, muss jeder Ein
sichtige zugeben. Denn es gehörte schon viel Umsicht dazu, sich
in dem weitläufigen Ausstellungsräume nur zu orientiren, viel
mein aber noch, die Gegenstände des speciellen Interesses aus
findig zu machen. Rechnet man dazu noch die Mangelhaftigkeit
einiger Kataloge, so ist es erklärlich, wenn so mancher Besucher
der Ausstellung daselbst nicht jene Belehrung fand, die er suchte
und mit Recht zu erlangen hoffte.
In der 2fi. Gruppe kam zu den erwähnten Uebelständen ein
weiterer hinzu, der wohl zum Theile in der Sache selbst liegt.