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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Das  belgische  Ministerium  des  Innern  hat  amtliche  Berichte
und  Docuniente  vorgebracht,  welche  die  dortige  Einrichtung  des
öffentlichen  Unterrichtes  an  den  Primär-,  mittleren  und  höheren,
an  den  gewerblichen  und  landwirthsehaftliehen  Schulen  in  Wort
und  Zahl  darstellten.  Eine  Karte  sämmtlicher  Unterrichts-Anstalten
  Belgiens  enthielt  einen  Ausweis,  der  auf  den  öffentlichen ­
  Unterricht  des  Landes  verwendeten  Summen  und  lieferte
den  Beweis,  welch  bedeutenden  Aufschwung  Belgien  auch  in
dieser  Richtung  seit  einigen  Jahren  genommen.  Ueberdies  aber
fand  sich  in  dieser  nicht  unansehnlich  beschickten  Abtheilung
noch  manches  interessante  Detail*).
Auf  einen  sehr  bescheidenen  Raum  zusammengedrängt  lagen
die  Ausstellungs-Objecte  der  vereinigten  Königreiche  Norwegen
und  Schweden  zur  Besichtigung  vor.  Einiges  Andere  war  in
additionellen  Abtheilungen  untergebracht,  die  Gegenstände  der
allgemeinen  Volksbildung  enthielt  hauptsächlich  das  schwedische
Schulhaus.  Allein,  in  den  unbedeutenden  Räumen,  welche  Fülle
des  interessantesten  Materials!  Es  fehlte  hier  nicht  an  Schulbüchern ­
  und  Lehrmitteln  aller  Art**).  Auch  Pläne  und  Modelle
graaff  in  Haag,  verschiedene  Gegenstände,  darunter  hübsches  Flechtwerk,
zur  Entwicklung  dos  Schönheitsgefühles  der  Kinder.
*)  Dazu  zählen  wir  aus  vielen  anderen  die  prachtvollen  Kartenwerke.
Blandot-Granget’s  (Huy)  Pläne  von  Primär-Schulen,  Arcus*  (Namen)
Elementar-I.esehuch  und  Apparat  zur  Erleichterung  des  Rechnen-Unterrichtes,
A.  Martinot’s  (Nismes)  metrischen  Arithmometer  zum  mechanischen  Rechnen
mit  allen  Zahlen  bis  1000,  V.  Franck’s  (Lüttich)  Schreibtafel  aus  schwarzem
Mattglas,  01.  Piot-Hamer’s  (Charleroi)  „auf  alle  Sprachen  anwendbaren“
Wörter-Stammbaum,  endlich  die  vielen  schönen  Arbeiten  der  Schüler  von
Carlsburg.  Frank’s  Schultafel  speciell  gewährt,  weil  aus  mattgeschliffenem
Glase  gefertigt,  den  grossen  Vortheil,  dass  sie  nicht  spiegelt:  ein  Vortheil,
den  der  Schulmann  wohl  zu  schätzen  weiss.
**)  Einen  grossen  Theil  derselben  hat  das  k.  C  n  1  tus-Ministeriuni
zu  Stockholm  selber  ausgestellt.  N.  .1.  Andersson  und  H.  Dannfeit
daselbst  exponirten  schöne  Sammlungen  von  Naturgegenständen  und  Präparaten, ­
  obschon  hauptsächlich  die  Heimatkunde  Betreffend,  als  Material  für
den  Anschauungs-Unterricht.  Eine  sehr  sorgfältig  ausgeführte  Karte  von
Dr.  Schübeler  (Christiania)  brachte  das  Königreich  Norwegen  pflanzengeographisch ­
  dargestellt,  eine  Reliefkarte  von  C.  G.  Mineur  (Stockholm),
Skandinaviens  Bodengestalt  überhaupt,  eine  Erdkarte  von  P.  Herzog,  die
Zonen-Eintheilnng  zur  Anschauung.
            
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