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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Bei den Lehrmitteln zum Kechnen-Ufit eiTieh t gedenken wir 
einer Sammlung metrischer Mnasse und (tewichte von Professor 
Lostäk in Mähren*). 
Unter den Lehrmitteln für Geographie und Geschichte ge 
fielen uns vorzugsweise einige Specialkarten. In der Abtheilung 
für Naturgeschichte musste die überwiegende Mehrzahl bota 
nischer Lehrmittel auifallen: darunter zeichneten sich nament 
lich aus die sorgfältigen Arbeiten des Oberlehrers Johann 
Meissl (Wien), sowie die hübschen und zweckmässigen Natu 
ralien - Sammlungen von V. Friß in Prag. Einen passenden 
Pendant zu den letzteren bildeten die physikalischen Lehrmittel 
für Volks- und Bürgerschulen von M. Hank (W r ien). Aus den 
Lehrmitteln für den Zeichnen-Unterricht wollen wir nurH. Dein- 
hardt’s Vorlagen für das geometrische Ausschneiden, und J. 
Patek’s Schul-Wandtafeln (bei Tempsky in Prag) als praktische 
und zugleich billige Hilfsmittel hervorheben. Für den Gesang 
empfehlen sieh ebenso durch gute Auswahl, wie durch leichten 
Satz die von G. Albert (Altenburg) herausgegebenen deutschen 
Lieder für Oesterreich’s Schulen; desgleichen Jessen’s (Wien) 
Liederborn für Volks- und Bürgerschulen. 
Nun noch Einiges über das einclassige Muster-Schulhaus 
für osterr. Landgemeinden. Dasselbe nahm mit seinen Annexen, 
Turnhalle sammt YVirthschaftsräumen, Obst-, Gemüse- und 
Uebimgsgarteu, Reben- und Baumschule u. s. w. einen Flächou- 
raum von nahezu 3400 a “* ein und machte durch die zweckmässige 
Anlage und Ausrüstung der einzelnen Theile den wohlberech 
tigten Anspruch auf eine Musterschule**). 
Sprache etwas besser schon au den Klenientai’-Schulen; eine „anatomische“ 
Behandlung verlangen wir ja nicht. 
) Dieselbe bestand zwar nur aus 30 Stücken, enthielt aber doch die 
wichtigsten Formen, und empfahl sich überdies für Volksschulen durch ihre 
Billigkeit (fl. 4.50). 
**) Das 170D" umfassende Schulhaus — ein freundlicher Bau — ent 
hielt im Erdgeschoss die Wohnu g des Lehrers (von der Dr. E. Schwab in 
seiner Begleitschrift selbst sagt, sie könne „den besuchenden Lehrer wohl 
niit Sehnsucht erfüllen“) und im ersten Stockwerke das lichte, geräu 
mige, auf 00 Schiller berechnete Schulzimmer, welches sich durch zweck-
	        
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