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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

hing (Wien 1873) endlich machte einen bedeutenden Schritt nach 
vorwärts und war durch drei wesentliche Momente charakterisirt, 
als: grössere Reichhaltigkeit durch die Vermehrung der zur Dar 
stellung gebrachten Gebiete menschlicher Thätigkeit, wissen 
schaftliche Basis für die bei der Eintheilung der Gruppen und 
dem Modus der Aufstellung gewählten Systeme und endlich prak 
tische Verwerthung des durch das Ausstellungs-Material docu- 
mentirten Fortschrittes. 
Während das erste Moment durch die Oreirung von beson 
deren Gruppen für Erziehung«-, Unterrichts- und Bildungswesen, 
für das bürgerliche Wohnhaus, für das Bauernhaus, für die Kunst 
in ihren Beziehungen zur Kirche', zur Vergangenheit und zur 
Gegenwart etc., zur Geltung gebracht wurde, fanden die zwei 
anderen Momente lebendigen Ausdruck in der Errichtung addi- 
tioneller Ausstellungen*) behufs systematischen Studiums theo 
retischer und technologischer Fragen, in der Verfassung statisti 
scher und graphischer Darstellungen für Berichte technischen 
und wirthschaftlichen Inhaltes, in der Einleitung praktischer 
Versuche behufs Werthbestimmung neuer Verfahrungsweisen und 
Erfindungen, in den Preis-Ausschreibungen über technologische 
Probleme, in den Vorlesungen in den Ausstellungsräumen, und 
endlich in den internationalen Congressen **) zur Behandlung 
wichtiger Fragen von universeller Nützlichkeit. Sie bildeten in 
*) Die additioneilen Ausstellungen bezweckten die durch Ausstellungs- 
Objecte illustrirten Darstellungen von: a) einer Geschiente der Gewerbe und 
Erfindungen: b) einer Geschichte der Preise ; e) einer Entwicklung des Welt 
handels: d) einer Verwerthung der Abfälle. Hiebei sollte der Grundgedanke, das 
Studium der Ausstellung durch Zahlen und graphische Bilder zu erleichtern, 
seine Verwirklichung in der Weise finden, dass die wirthschaftlichen Fort 
schritte, welche die einzelnen Staaten seit der ersten Weltausstellung im Jahre 
1S51 aufznweisen haben, durch officielle Daten dargestellt werden. 
*•) Die internationalen Congresse hatten die Aufgabe, solche Fragen 
zu berathen, zu welchen entweder die Ausstellung seihst Anlass bot oder die 
als specielle Themen der internationalen Discussion angeregt wurden. Die 
während der Ausstellung in Wien stattgefundenen Gongresse sind folgende: 
der Blindenlehrer-, Brauer-, Flachs-Interessenten-, Land- und Forstwirthe-, 
Papier-Fabrikanten-, Poniologen-, der Genossen Schafts-, kunstwissenschaft 
liche, maritime, medicinische, statistische, volkswirtschaftliche, der Patent- 
Congress und der für Garn-Numerirung.
	        
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