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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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ihrer Gesammtheit die sieh gegenseitig unterstützenden Factoren. 
um einestheils die Wissenschaft zu grösserer Geltung zu bringen 
und anderntheils, um die höchst potenzirte Verweithung 
des Ausstellungs-Materiales im Interesse der gebildeten Welt 
anzustreben. 
Als nothwendige, Bedingung zur Erreichung des angestreb 
ten Zieles erschienen die durch gründliches Studium und tiefe 
Sachkenutniss gleich ausgezeichneten Vorarbeiten, welche in 
Form von zahlreichen Special - Programmen, Reglements und 
Instructionen die dem Geiste des Ganzen entsprechenden Erläu 
terungen gaben; hier, um durch Erweiterung des Gesichtskreises 
neue Ideen zu schaffen, dort, um durch wissenschaftliche Behand 
lung des Gegenstandes dessen Darstellung instruetiver zu machen, 
und endlich, um-im Allgemeinen diejenigen Elemente rechtzeitig 
vorzubereiten, welche für die spätere Verarbeitung des Materials 
unerlässlich waren. Wie sehr diese Vorarbeiten von günstigem 
Erfolge gekrönt waren, bewies nicht nur die ungleich grössere Fülle 
interessanter, nach wissenschaftlichen Grundsätzen geordnetei 
Zusammenstellungen, Ausweise u. s. w., als wir solche in laiis 
getroffen haben, sondern zeigte auch die fruchtbringende Verwer- 
tkung, welche diese Elemente nach den verschiedenen Richtungen 
des grossartigen Ausstelliings-Programines gefunden haben. 
Von ungleich nachhaltigster Wirkung sind die Beschlüsse 
der internationalen Cougresse. Der bereits zum Sehlagwoite ge 
stempelte Satz: dass die Völker nicht mehr als abgeschlossene 
Individuen wirtschaften können, sondern zum wahren Gedeihen 
ihrer Interessen das Zusammengehen mit den übrigen Nationen 
der eivilisirten Welt nothwendig ist, erhöhte den Werth der 
Beratungen, bei welchen nicht nur auf eine kritische Zusam 
menstellung der Programmspuncte, sondern auch aut eine die 
selben vom gleichzeitigen Standpuncte der Praxis und der Wissen 
schaft erörternde Discussion Rücksicht genommen wurde. 
Die Resultate dieser internationalen Areopage gipleln a er- 
dings nicht-und Niemand wird dies verlangen - in der end- 
giltigen Lösung der aufgeworfenen Fragen oder in der sofortigen 
Verwirklichung der vorgeschlagenen Maassregeln. Sie haben jedoch
	        
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