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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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zeit Schwämme in circa (Juhikzoll grosse Stücke zerschneiden, diese 
auf Kupferdraht oder dünne Holzstäbe auffädeln und zwischen 
zwei perpendikulären, oben und unten in Brettern steckenden und 
mit Steinen beschwerten Holzstücken in das Meer bis auf eine 
Tiefe von circa 20 Fuss versenken. Nach 2 bis 3 Jahren haben 
sich die Stücke durch Anwuchs abgerundet und fast um das Drei 
fache vergrössert. Das naturhistorische Museum in Triest besitzt 
1, 2 und 3jährige auf die beschriebene Art gezogene Schwämme. 
B. Das sogen. Seegras oder Wasserriemen. 
Diese nach der Austrocknung als vorzügliches Packmaterial 
bekannte Plianze wird, vom Meere ausgeworfen, nur am Ufer 
gesammelt. Der Werth des jährlich nach Triest nur aus dessen 
Umgebung eingeführten Seegrases beträgt circa 15.000 fl. 
C. Gewinnung des Seesalzes. 
Das Seesalz wird bekanntlich durch Verdampfung des See 
wassers in Hachen Beeten unter dem Einflüsse der Sonnenwärme 
au unserer Küste, von Mai bis October, bei Oapodistria, Pirano, 
auf den Inseln Arbe und Pago von Privaten und bei Stagno auf 
Staatskosten in einer Gesammtquantität von circa 700.000 Ctrn. 
jährlich gewonnen. — Das meiste und reinste Salz wird bei Pirano 
erzeugt, vo auch aus der bei Abdampfung zurückbleibenden Mutter 
lauge die in derselben enthaltenen Salze als wichtiger Handels- 
Artikel dargestellt werden. 
Da das Salz in Oesterreich ein Staats-Monopol ist, so über 
nimmt das Aerar eine im Voraus bestimmte Quantität von Salz 
von den Producenten um einen niederen Preis und verkauft es 
viel theuerer, was ihm bei der Gesammtmenge von See-, Sud- 
und Stein-Salz circa 16 Mill. Gulden reinen Gewinnes einträgt. 
Das ist der Grund, warum die Regierung, trotz wiederholter Vor 
stellungen, sich nicht entschliessen kann, das Salz-Monopol auf 
zuheben. 
Dr. Syrski.
	        
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