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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Preislisten mitzugebeu, und was hier dargestellt war, konnte auch 
im Handel geboten werden. — Wir erinnern hier nur an Einige 
der Aussteller: an Trommsdorf in Erfurt, der neben Didvm, Ku- 
bidium und Caesium - Präparaten und anderen seltenen Metall- 
Verbindungen sehr schöne Alkaloide und grössere Meng'en von 
seltenen Alkoholen geboten hatte; an Sehuckhardt aus Görlitz, 
der die Elemente Bor, Silicium, Erbium, Laulhan, Beryllium, 
Cer, Mangan, Strontium, Calcium, Caesium, Rubidium und Li 
thium neben vielen ihrer Verbindungen ausgestellt hatte; wir 
erinnern an den riesigen Jodkuchen (1 >/,/ Durchmesser) von 
Kahlert; an Kahlbaum’s organische Präparate, an die berühmte, 
den Pharmaceuten wohlbekannte Firma Merk in Darmstadt und 
deren herrliches Cattein; an den Platina-Fabrikanten Heraus in 
Hanau, dei neben Platina-Objecten auch noch die übrigen Metalle 
dei Platin-Giuppe gebracht hatte; an die schöne Collection von 
Anilin-Farben und an das prächtige, in sublimirten Nadeln dar 
gestellte künstliche Alizariu. — Die Ausstellung Deutschlands 
bildete den Glanzpunct des Gebotenen, indem sie ein vollständiges 
Bild des heutigen industriellen Standpunctes wiedergab und dabei 
eine vollendete Technik auf wissenschaftlicher Grundlage ent 
faltete. 
Auf dem Gebiete der eigentlichen chemischen Gross-Industrie, 
welche auch in der österreichischen Abtheilung namentlich durch 
Deutsch-Böhmen und Mähren schön vertreten war, sind seit der 
I aiisei Ausstellung keine neuen Fabricationen hinzugekommen, 
wie dies wohl auf anderen Gebieten der Fall ist: Processe sowohl 
wie Producte sind im grossen Ganzen die gleichen geblieben. 
Freilich ist die Thätigkeit der Chemiker auch hier nicht ohne 
Fortschritt geblieben; aber gerade solche Fortschritte sind leider 
auf der ganzen Ausstellung nur selten ersichtlich geworden. — 
Diese Fortschritte liegen in der Auffindung neuer Quellen zur 
Beschaffung von Rohmaterialien, in einer besseren Ausnützung 
der bereits bekannten; in der Vervollkommnung von Apparaten; 
in einem mehr und mehr gebildeten Verständniss der Arbeits- 
Methoden, und namentlich in der Beproduction von Arbeits- 
Abfällen zu neuem Arbeits-Materiale. — Die Ausstellung selbst
	        
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