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□ , □ Schreibmappe mit Lederschnitt von Fräulein Trethahn. □ □
Heute ist das Kunstgewissen weiterer Kreise wieder empfänglicher
geworden. Man lächelt über die Geschmacklosigkeiten unserer jüngsten
Vergangenheit. Man sagt sich wieder, das plastische Kunstwerk muß sich
in den Raum einordnen, soll an bedeutsamer Stelle steh’n, einen Augen
ruhepunkt bilden und dem prüfenden Blick standhalten können. Nach
bildungen von räumlich größeren Kunstwerken sind durchaus verwerflich.
Größere plastische Werke haben im Wohnraum nicht Platz, sie fallen
aus dem Rahmen, sie stören die Harmonie empfindlich, wenn sie mit
der räumlichen Umgebung nicht im Einklang stehen. Die Kleinplastik
nahm in den letzten Jahren einen großen Aufschwung. Sie liefert den
plastischen Schmuck unserer Wohnung, wofern es nicht auch eine gute
Porträtplastik sein kann. Aber was die Bazare an kleinplastischem Schmuck
liefern, ist selten von künstlerischem Wert, meist nur süßliche allgefällige
Publikumsware. Man gewöhnt sich also schon allmählich daran, zum
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