um was man sich gar nicht zu bemühen braucht? Zumindest ist hier
die Mühe eine Freude, die man nicht dem Dienstmädchen überlassen
soll. Der bloße Pflichtbegriff ist giftiger Mehltau für die Blumenpracht
am Fenster. So etwas merkt man gleich. Nein, die Blumenpflege gehört
der Dame des Hauses zu. Dann wird das Blumenbörtel zum Symbol,
wo jede Pflanze von der Sorgfalt und Liebe der gewiss liebenswerten
Gärtnerin erzählt. Oft kommt man an einem Hause vorbei, wo an
einem der Fenster Hortensien stehen und Nelken und Rosen, Pelargonien
und brennende Liebe und je nach der Jahreszeit manche andere schöne
Pflanze. Die schönen weißen Hände, die sichtbar werden, um mit so
viel Liebe den Blumenstand am Fenster zu pflegen, zur eigenen Herzens
lust und zur stillen dankbaren Freude des Vorübergehenden, geben ein
sehr edles Beispiel. Eine neue Schönheit zieht in unsere Straßen ein. Da
und dort bricht aus den Gesimsen eine solche blühende und duftende
Blumenständer von Arch. Prof. Joseph Hoffmann.