empfundene Farbe treten.
Diese einfachen, gerad
linigen und augenschein
lich gediegenen und
praktischen Möbel wür
den, koloristisch behan
delt, im Verein mit weißen,
waschbaren Gardinen
und einigen Blumen am
Fenster in jedem Raum,
der nur weiße, kalkge
putzte Wände hat, die
traulichste Stimmung erzeugen und zugleich ein Beweis für den höheren
Geschmack der Offiziersfrau sein, die ein auf den besonderen Berufs
erfordernissen beruhendes Studium der Möglichkeiten nicht gescheut hat.
Von einem modernen Architekten, den sie etwa zu Rate gezogen, unter
stützt oder im persönlichen Kontakt mit dem Handwerker, dem sic
Angaben macht und dessen Arbeiten sie wachsam verfolgt, müßte sie zu
einer Einrichtung gelangen, von der man nicht behaupten dürfte, daß
sie paßt, wie schlechtsitzende Kleider. Sie würde ebenso wie bei den
Kleidern auch das Maß der Stühle und Tische bis auf den Millimeter
durchprobieren und den Bedürfnissen des Körpers anpassen lassen. Der
gute Stuhl in ihrem Hause müßte alle Bequemlichkeiten bieten und den
darauf Sitzenden dennoch elegant erscheinen lassen. Querleisten zwischen
den Beinen würde man an diesen Stühlen nicht finden, weil sie über-
flüßig und unpraktisch sind. Denn erstens will man die Füße unter den
Stuhl bequem einziehen können und dann kommen Sporen mit den
Querleisten leicht in Kollision. Überall würde darauf geachtet sein, daß
nicht mehr Material zur Verwendung kommt, als unbedingt nötig ist, um
den Formen keine unnötige Schwere zu geben.
Bei Stühlen, die an die Wand gerückt werden, müßten die Hinter
beine weit ausladen, damit die Lehnen die Wand nicht abschrammen
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□ Offizierswoliining von Arch. Alois Hollmann. □
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