Maßstabe besaß, und die
sich der übernommenen
Dinge nur bedienten,
den Anschein von Vornehmheit
und Größe zu
erwecken. Die Sache
ward Mode, und wer sich
nicht mit kostbaren Dingen
umgeben konnte,
begnügte sich mit billigem
Kleinkram und den
rohen, effekthaschenden
Zierraten, die man sogar
an der erbärmlichen
Trödelware entdecken
kann. Dieser uneigentliche
»Luxus« brachte
die gesunde Anschauung,
die auf das rein
Zweckliche ausgeht und
in deren Erfüllung alle Schönheitsmöglichkeiten liegen, zum Verfall. Die
ganze moderne Bewegung bezweckt letztenendes die Wiedererweckung
jener gesunden Grundsätze. Die große Menge, die sich zu kalt anstauendem
Besuch in unsere Ausstellungen drängt, verharrt in ihrem Heim gewöhnlich
in den kulturwidrigsten Verhältnissen und verbarrikadiert sich gegen alle
Sanierungsversuche mit dem viel verbreiteten Vorurteil, daß die moderne
Einrichtungsfrage sich lediglich auf die Formel zuspitze, »Thu'nur Geld
in Deinen Beutel!« Die große Masse, die sich heute noch aus Oekonomie
mit dem vom Trödler, Ratenhändler oder Möbelfabrikanten gelieferten,
roh ornamentierten Plunder begnügt, ist nicht zur Einsicht ei zogen, daß
die solide, zeitgemäße Ausgestaltung des Heimwesens durchaus mit keinem
Mehraufwand verbunden sein muß. Der Luxus mag sich dann je nach
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