der Börse und den persönlichen
Ansprüchen
richten und kann der
Hauptsache nach nur in
der Verwendung von
mehr oder weniger kostbarem
Material bestehen.
Im Prinzip aber werden
alle in den vorigen
Kapiteln dargelegten
Grundsätze auch für die
Arbeiterwohnung gelten
müssen und eine Verschiebung
nur in Bezug
auf größere Schlichtheit
und beschränktere Wohnungsräumlichkeiten
eintreten
können.
Auch die Arbeiterwohnung
kann ein
Schmuckkästchen sein, was Nettigkeit und Ordnung betrifft, ein trauter
Raum, in dem man gerne verweilt, der nicht nur bewohnbar, sondern
auch wohnlich ist und dem Kneipen und Tingltanglwesen wirksam entgegenarbeitet.
Der Andrang in Kneipen und Tingltangln, die rohe Duzbrüderschaft
lassen unfehlbar auf ein zerrüttetes Hauswesen schließen. Soll
man also die arme volkreiche Stadt, wo sich die Wohnungen aneinander
und übereinander bauen, zahllos wie die Zellen eines Bienenkorbes,
wohnlich finden und das Gefühl der Heimatlosigkeit verlieren, so muß
von dem Innern der Häuser her, aus den Wohnungen der Eindruck
verschwinden, daß fast alle, ob arm oder reich, Fremdlinge im eigenen
Heim geworden sind. Nun bilden die erfreulichen Bildungsbestrebungen
der modernen intelligenten Arbeiterschaft freilich die sicherste Gewähr
Einfache Wohnung. — Arch. Prof. Joseph Hoffmann.
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