dafür, daß sich der Aus
bau einer inneren Kultur
langsam vollzieht, der
sich denn auch nach
außen hin in höheren
Oeschmacksanforderun-
gen da und dort geltend
macht. Im Allgemeinen
aber sieht es noch ziem
lich schlimm aus. Aber
auch dem einfachsten
Manne, der von diesen
geheimen Triebkräften
berührt, Aufklärung
sucht, wie er es in sei
ner Wohnung anfangen
müsse, kann geholfen
werden. Aus den An- Einfache Wohnung. — Arch. Prof. Joseph Hoffmann.
deutungen der früheren
Kapiteln müßte sich
eigentlich alles ableiten lassen, was der kleinen Wohnung des Arbeiters
oder Handwerkers frommt. Die Wände des Zimmers und der Kammer
werden jedenfalls ganz weiß getüncht sein, ein einfaches Fries tragen
und jedes Jahr mit wenig Kosten nachgetüncht werden können. Ein
faches, helles Zeug hängt als Zuggardine, seitlich aufzuziehen, in schlichten
Falten von den Fenstern herab, wo Blumen stehen und dem ganzen
Raum eine freundliche Stimmung geben.
Die Möbel sind ganz einfach, aus weichem Holz, gut und sorgfältig
gemacht, in geraden Leisten und Brettern zusammengefügt. Reines, ein
faches Tischlererzeugnis — ohne Künstelei. Die Farbe kann an solchen
Möbeln, wofern sie nur in guten und richtigen Verhältnissen hergestellt,
alle Schönheit hervorbringen. Überhaupt müßte die Schönheit des Raumes
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