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□ □ Wandfries von Arch. Max Benirschke, Düsseldorf. □ □
Wände und Decke, Vorhänge und Teppiche.
Zu den schweren geschnitzten Kasetten-Decken altdeutscher Stuben
passte dunkles Getäfel der Wände und die Ledertapete. Wo man
sie heute noch im Bürgerhause vorfindet, ist sie nicht dem modernen
Gefühl, sondern einer posthumen Butzenscheibenromantik, die noch
immer nicht ausgestorben ist, entsprungen. Wie es noch Wotans
enkel im schwarzen Salonrock gibt, die wie die alten Deutschen »immer
noch eins trinken«, so gibt es eine große Kategorie, die in ihrer Gefühls
weise bei Hans Sachs stecken geblieben ist und Räume liebt, »wo
selbst das trübe Himmelslicht trüb durch gemalte Scheiben bricht«. Die
Sache gehört ins Museum, wo man sie billig bewundern mag. Im
Alltag und im grellen Licht der Gegenwart sind solche abgestorbenen
Lebensformen immer von Übel. Abgesehen davon, daß in Mietswohnungen
eine solche pompöse Sache nur auf den Schein berechnet sein
kann und eine Lüge ist, weil in solchen Wohnungen, wo wir
eigentlich immer auf dem Sprung stehen, nichts von Ewigkeitsdauer
geschafft werden kann, außer was sich leicht fortschaffen, auf einem
Möbelwagen verpacken und in einer neuen Wohnung ebenso leicht
und gefällig wieder aufstellen läßt. Auf ein gewisses Nomadentum ist
f unser Leben in Mietswohnungen gestellt. Aus ökonomischen, sozialen
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