in der Küche, während
die übrigen Gemächer
des Hauses als bloße
Repräsentationsräume
nur gelegentlich be
nützt wurden.
Sicherlich ist die
Küche deram frühesten
und am vollkommen
sten ausgebildete Teil
des Hauses gewesen.
Über deren Einrich
tung läßt uns auch die
»Nürnberger Haushäl
terin« nicht im Zweifel,
die im Jahre 1716 über
das deutsche Bürger-
, , • , ,, □ □ Küche von Areh. Prof. Joseph Hoffmann. □ □
haus schrieb: »Von
einer wohlgebauten
Küche wird vornehmlich gefordert, daß sie nicht allzuweit von der Esstube
entfernt seye, damit nicht im Winter das Essen, wenn es weit getragen
werden muß, kalt auf den Tisch gebracht werde.« Man darf sich hierbei wohl
nicht eine Stadtwohnung mit gedrängten Räumen vorstellen, sondern
ein weitläufiges altdeutsches Bürgerhaus, wo möglicherweise die Küche,
wie in den heutigen Landhäusern und Villen, im Untergeschoß gelegen
war. Daher die Mahnung der »Nürnberger Haushalterin«, die zu ihrer
Zeit die vortreffliche Einrichtung von Speiseaufzügen nicht gekannt
haben dürfte.
Gegenüber den alten Küchen, so vollkommen sie auch mit Gerät
schaften versehen sein mochten, haben die heutigen, von modernen
Architekten eingerichteten Küchen entschieden bedeutende Vorzüge auf
zuweisen. Das Gebot der Zweckmäßigkeit und sanitäre Rücksichten
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