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e üter (15 Percent). Der Transport der Frachten erfolgt zum grössten lhede - msbe
sondere auf den Nebenflüssen - durch die Puderschiff- und Flossfahrt (65 Percent
aller Frachten), während die erste österreichische Dampfschifffahrts-Gesellscüaft bei
25 Percent die übrigen kleineren Dampfschifffahrts-Unternehmungen und die (blos auf
der unteren Donau verkehrenden) Segelschiffe nur 10 Percent des Gesammtwaarcn-
verkehrs vermitteln. Der Verkehr geht zwar stromauf- wie stromabwärts doch uber-
wie-t auf der oberen Donau die Thalfahrt, auf der mittleren die Bergfahrt, auf der
unteren Donau wieder die Thalfahrt, entsprechend den Stromverhältnissen und der Lage
der wichtigsten Handelsplätze. Diese sind Wien, Pest und Galacz-Ibraila. Die Gesammt-
menge der in Wien in der Thal- und Bergfahrt angekommeuen und abgegangenen
Frachten belief sich
im Jahre 1850 auf 9,200.000 Centner
„ „ 1805 „ 10,500.000
1866 „ 12,000.000 „
1867 „ 13,200.000 „
1868 „ 14,300.000 „
Die jtnlbe vermittelt hauptsächlich den Export österreichischer Rohstoffe und Fa
brikate nach Sachsen und Preussen, zu einem nicht geringen Theile auch nach dem
Nordsee-Hafen Hamburg. Die gesammte stromabwärts über die Grenze Böhmens ver
schiffte Waarenmenge belief sich
im Jahre 1865 auf 7,600.000 Centner
„ 1866 „ 8,700.000 „
„ „ 1867 „ 11,200.000
.. 1868 „ 10,400.000 „
1869
12,300.000
Die Frachten bestanden aus Braunkohle (50 Percent der Gesammtmenge, Bau
holz (33 Percent), Getreide und Hülsenfrüchten (4 Percent), Obst (3 Percent), dam
Graphit, Braunholz, Steinen und anderen Waaren (zusammen 10 Percent). Die BergmM
befördert zumeist nur überseeische Artikel, ausserdem noch Stassfurter Stemsal
Schwefel, Reis, Soda, Farbholz, Cbilisalpcter, Baumwolle und Kaffee, in einer Gesammt
menge von beiläufig 600.000 Centnern.
D : e Moldau der einzige schiffbare Nebenfluss der Elbe, welche die Hauptstad
Böhmens einerseits mit dem Süden des Landes und durch Vermittlung der Linz-Bu
weiser Bahn auch mit der Donau verbindet, vermittelt einen ziemlich lebhaften Binne
verkehr namentlich in Kochsalz, welches zn Budweis verladen wird, dann in Holz, G<
treide, Graphit, Baumaterialien, Eisenwaaren und Victualien. Die Gesamtmenge«
diu-ch die Moldau-Schifffahrt nach Prag gebrachten Waaren kann auf jährlich 600.01
Centner veranschlagt werden.
Die Weichsel, welche das westliche Galizien mit der Ostsee in Verbindung setz
wird innerhalb der Grenzen der Monarchie nur stromabwärts mit Ruderschiffen („G:
leeren“) und Flössen („Trafler“) befahren, welche hauptsächlich Schiffbau- und SW
stiees Werkholz nach Danzig, dann aber auch Getreide, Salz und andere Landespt
ducte nach Warschau verführen. Der gesammte durch die Weichsel vermittelte, gege
wärtig noch eng begrenzte Frachtenverkehr beläuft sich auf nicht viel mehr als i h M
lionen Centner im Jahre.