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Full text: Grammatik der Ornamente

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PROrOSITIONEN. 
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hergeleitet 
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natürl. 
Forme 
hinsichtlich des Tons (indem die helle 
Farbe heller und die dunkle dunkler er 
scheint); zweitens hinsichtlich der Tin 
ten, indem jede derselben einen Anstrich 
der ergänzenden Farbe der andern em 
pfängt. ^ 
PßOPOSITION 26. 
^ x e Farben erscheinen auf weissem 
Grund dunkler; und auf schwarzem 
Grund, heller. 
Proposition 27. 
Ein schwarzer Grund leidet wenn er 
sich mit Farben die eine lichte Ergänzung 
liefern im Gegensatz befindet. 
Proposition 28. 
In keinem Falle dürfen die Farben 
mit einander zusammenstossen. 
Peoposition 29. 
Wenn farbige Ornamente auf einem 
Grund von contrastirender Farbe ange 
bracht sind, sollten die Ornamente mittelst 
eines Randes von hellerer Farbe vom 
Grunde abgesondert werden; daher muss 
eine rothe Blume auf grünem Grunde 
einen Rand von hellerm Roth haben. 
Proposition 30. 
Wenn farbige Ornamente auf einem 
Gold Grund angebracht sind, sollten die 
Ornamente mittelst eines Randes von 
dunklerer Farbe vom Grunde abgeson 
dert werden. 
Proposition 31. 
Gold Ornamente auf farbigem Grunde, 
was auch dessen Farbe sein mag, sollten 
schwarze Contouren haben. 
Proposition 32. 
Farbige Ornamente, was auch deren 
Farbe sein mag, können mittelst weisser, 
ooldener oder schwarzer Ränder vom 
Grunde abgesondert werden. 
Proposition 33. 
Ornamente von jedweder Farbe oder 
von Gold können auf weissem oder 
schwarzem Grunde ohne Contouren und 
ohne Ränder angebracht werden. 
Proposition 34. 
In “ Selbst - Tinten,” Tonarten oder 
Schattirungen derselben Farbe, kann 
man eine helle Tinte auf dunklem 
Grunde auch ohne Contouren gebrauchen; 
ein dunkles Ornament aber auf hellem 
Grunde muss mit Contouren einer noch 
dunklern Tinte versehen sein. 
Proposition 35. 
Die Nachahmung der geäderten Holz 
arten und der verschiedenen farbigen 
Marmore sind nur da zulässig, wo der 
Gebrauch der nachgeahmten Substanz 
selbst nicht unangemessen gewesen wäre. 
Proposition 36. 
Die in den Werken der Vergangen 
heit zu entdeckenden Principien gehören 
uns wohl an; doch nicht die Ergebnisse 
derselben. Das hiesse den Zweck mit 
den Mitteln verwechseln. 
Proposition 37. 
Es lässt sich kein Fortschritt in den 
Künsten der gegenwärtigen Generation 
erwarten, bis alle Klassen, Künstler, 
Fabrikanten und das Publikum im All 
gemeinen zu einer vollkommeneren Ein- 
sicht in die Kunst herangebildet werden, 
und eine vollere Kenntniss der ihr zu 
Grunde liegenden allgemeinen Prinzipien 
erlangen. 
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