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Full text : Grammatik der Ornamente

ORNAMENTE  DER  WILDEN  STAEMME.

tligung  oder  zur  Jagd  dienenden  Waffen  werden  der  erste  Gegenstand  dieser  neuen  Verzierungsweise.  Die
Gewandtesten  und  Tapfersten  wollen  sich  unter  ihren  Nebenmenschen  durch  den  Besitz  von  nützlichem
sowohl  als  schönem  Waffen  auszeichnen.  Erfahrung  hat  sie  schon  über  die  Form  belehrt,  welche  zu  ihrem
Zwecke  die  geeignetste  ist,  und  es  folgt  natürlich  der  Wunsch,  die  Oberfläche  mit  Schnitzwerk  zu
schmücken;  und  da  das  Auge  schon  an  die  beim  Wehen  erzeugten  geometrischen  Formen  gewöhnt  ist,  so
sucht  die  Hand  dieselben  Formen  durch  entsprechende  und  wiederholte  Einschnitte  mit  dem  Messer  nachzuahmen. ­
  Die  Ornamente  der  Tafel  II.  verrathen  diesen  Instinct  auf’s  Deutlichste.  Sie  sind  mit  der
grössten  Präcision  ausgeführt  und  zeugen  von  grossem  Geschmack  und  richtigem ­
  Urtheil  in  der  Vertheil  ung  der  Massen.  No.  11  und  12  sind  höchst
interessant,  denn  sie  beweisen  in  welchem  Grade  der  Geschmack  und  die

Von  der  Seite  eines  Kahnes,
Neu  Guinea.

Vordertheil  eines  Kahnes,  Neu  Guinea.

Geschicklichkeit  in  der  Bildung  von  geometrischen  Mustern  vorhanden  sein
kann,  während  die  aus  krummen  Linien  entstehenden  Motive  und  die
menschliche  Gestalt  insbesondere,  noch  auf  der  ersten  niedersten  Stufe  der

Ausbildung  verbleiben.

Vordertheil  eines  Kahnes,  Neu  Guinea.

Die  Ornamente  in  den  hierunten  und  an  der  Seite  befindlichen  Holzschnitten  verrathen  schon  emen
weit  hohem  Fortschritt  in  der  Verkeilung  der  krummen  Linien;  das  gewundene  Seil  bildet  den  Typus
derselben,  wie  dies  natürlich  mit  allen  krummen  Linien  in  Ornamenten  der  Fall  sein  wurde.  Das  Vereinen
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