ORNAMENTE DER RENAISSANCE.
M^ F T St t umgebe», ab auch in *. - Puttiui „der pausbäckigen Knabe» die eie trage». Die
° ” mte » B “” h " e, " eS «■» “ P “ tM ” W- die ungekünstelte Nachahmung der Natur, die dem
A ;r:zr r : T Sein r saes werk aber war der Brunnen auf dem Marktpiatz zu ^a, dessen
sfuluung auf zwei Tausend zwei Hundert Goldducaten zu stehen kam. Dieser Brunnen ist jetzt beinahe
,-7 'Z“, 7' “' St “ bCr ’ MlbSt “ sdnem gegenwärtigen Zustande, unverkennbare Spuren der ungewöhn-
ti d 2T:: tt Seit der A " sfäh, ' u ” g *- M “ ks -«—
Jacope delU Fante bekannt. Auch wurde ihm als Anerkennung manche Auszeichnung zu Tbeil, und er
ward zum K.rohenvorsteher de, Stadt ernannt, wo e, sein thätiges und bewegte, Lebe», in 1424, im Alter
d™ bemiett ' ^ ^ “ !hm r ‘ ie A, “ fÖb ™® d “ B^nzetbüre
Baptisteriums zu Florenz, um die er sieb nebst andern Candidate» beworben hatte, zu erhalte» doch
genoss er der höchsten Achtung während seines Lebens, und übte auch nach seinem Tode noch einen grossen
und heilsamen Einfluss aut die Sculptur aus. So gross aber auch sein Verdienst war, stand er doch, in der
richtigen Nachahmung der Natur.au Anmuth, an geschickter und leichter Combinatio» der Verzier,,».,
seinem Zeitgenossen, Lorenzo Ghiberti, bei weitem nach.
s "— “ T 401 ; unter .. einer . weseiltlicl1 demokratischen Regierungsform, eine der blühendsten
in uiopa. n dieser bürgerlichen Demokratie waren die verschiedenen Handwerke in Zünfte
un er dem Namen «Arid,” abgesondert, und wurden von Abgeordneten (Gonsoli) repräsentirt. Diese
e ztern beschlossen, im obgenannten Jahre, eine zweite Bronzethüre am Baptisterium errichten zu lassen
a " ^ ZU l d6r ’ Welche Andrea Pisano frülie ^ in einem sehr edlen aber gotliischen Styl angefertigt hatte!
11 ^ Se ieses Entschlusses, lud die Signoria, welche die vollziehende Macht ausübte, alle die vorzüg
lichsten Künstler Italiens zum Wettstreit ein. Lorenzo Ghiberti, in Florenz gebürtig, der zu jener Zelt
erst zwei und zwanzig Jahr alt war, ging auf den Wettstreit ein, und wurde, nebst zwei andern Künstlern
runelleschi und Donatello, des Unternehmens würdig erklärt. Die zwei letztem zogen sich, wie es scheint,
reiwi hg zuruck, und er übernahm die Arbeit, welche drei und zwanzig Jahre nachher beendet war. Dil
iisfuhrung sowohl als die Zeichnung war so meisterhaft, dass die Signoria sich veranlasst fühlte ihm die
n f ÜgUng emer ZWeiten ThÜre zu übertragen, die im Jahre 1444, beendigt war. Es wäre unmöglich die
ic tig 'eit dieser Arbeit zu hoch anzuschlagen, welche, sowohl im Betracht ihres Einflusses auf die Kunst,
a s lmsichtlich ihres innern Werth es, über jedes andere Werk dieser Art erhaben steht. Das Ornament,
we cies. die Felder umschliesst (von dem ein Theil unter Fig. 3, Tafel LXXY., zu sehen ist), verdient es’
wo ü m ü der grössten Aufmerksamkeit geprüft zu werden.
Loienzo Ghiberti, der ursprünglich von seinem Schwiegervater zur Goldschmiedekunst gebildet wurde,
gehörte keiner besondern Schule an, und hat auch keine eigentliche Schule gebildet, und sein Einfluss auf
c le Kunst rührt weniger von der Entwickelung einer Kunstschule oder von der Heranbildung von Zöglingen
her, als von der Aufmerksamkeit und der Huldigung die seinen Arbeiten, von Männern wie Buonarotti und
Rafael, zu Theil wurde. Er starb in einem sehr vorgerückten Alter in seiner Geburtsstadt, im Jahre
1455. Einer seiner unmittelbaren Nachfolger, Donatello, wusste der Kunst eine lebensvolle männliche
Kraft zu geben, die m Ghiberti’s Compositionen, so schön diese auch waren, oft fehlte. Die Eigenschaften
dieser beiden genannten Künstler vereinigten sich in der Person des Lucca Deila Robbia, der während seines
langen Lebens (von 1400 bis 1480) eine unendliche Menge von Werken lieferte, in deren Verzierungsdetails
sich der anmuthigste und freieste Einklang mit der Antike kund thut, Filippo Brunelleschi vereinte in
sich zugleich die Talente eines Bildhauers und die eines Architekten. Die erstem bewährte er im ausge
zeichneten Probestück, das er bei Gelegenheit des Wettstreites mit Ghiberti, um die Ausführung der be
rühmten Thuren von San Giovanni Battista, verfertigte, und als Beweis der letztem kann die von ihm
erbaute Kathedrale Sta. Maria delle Fiore, Florenz, angeführt werden. Diese Combination von Fähigkeiten
der Baukunst und der Bildnerei, bildete übrigens einen Charakterzug jener Periode. Figuren, Blattwerk
und conventioneile Ornamente verschmolzen sich so harmonisch mit Gesimsgliederungen und andern
G G
113