Sammlung von
Dir Ornamente von Pompeji sind in Zahn’s herrlichem Werke mit solcher Fähigkeit behandelt, und so
vollständig illustrirt, dass ich es für hinlänglich hielt, ihm bloss die Materialien zu zwei Tafeln dreses Buches
L entlehnen, die dazu diene, sollen, die zwei —denen Ornamentsstyla— r
Ausschmückung der Gebäude von Pompeji vorherrschen. Me Materialien der Tafel XXII. send
scbeinlich griechischen Ursprungs, und bestehen aus c.nventienellen Verzierungen in flachen Traten, dre
entweder in dunkler Farbe auf hellem Grunde, oder mit heller Farbe auf dunklem Grunde gemalt amd,
doch ohne Schattirung und frei von jedem Streben nach Relief. Die der Tafel XXIV haben me n vom
römischen Gepräge an sich, sie beruhe» auf der Rankenverzierung de, Acanthu, m.t andern, auf unmrttel-
bare Nachahmung der Natur hinzielenden Ornamenten verwoben.
Zur vollständigem Würdigung des Ornamentationssystems, welches m Pompeji u m 1 warver weise
„i, den Leser auf das grosse Werk von Zahn* aus welchem es deutlich hervorgeht,dass dreses System b„
zur äussersten Grenze der Laune getrieben wurde, so dass es kaum e.ne Theorie des Colonts oder der er-
zierung giebt, zu deren Rechtfertigung man nicht eine Autorität von Pompeji anfirhre» konnte.
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Berlin, 1828. 3 g
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