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mutter ausgeführt. Mit diesem Genre ist wohl wie gesagt der Styl seiner
Blütheperiode noch engverbunden, doch kann man an der Decoration des
Flügels bereits ein Raumgeben für die modern reinere Richtung gewahr
werden.
Steinmosaik repräsentiren Tischplatten in buntem Marmor von O h rfandl
in Klagenfurt und von Löwen Stern in Oberalm bei Salzburg.
Die Muster sind in der allein richtigen Art in der Ebene gedacht, geometrische
Figuren in ganz guter Auswahl der Farben.
Die Ledermosaiken aus dem Etablissement August Klein, ebenfalls
unbekannten Urhebers, Sacktuch- und Handschuhsoufflets, verdienen noch
einige ^Vorte. In lichtem Braun auf dem schwärzen Leder angebracht,
ferner als blosse Umrisszeichnungen behandelt, zeigen die Darstellungen
deutlich, dass die Decoration griechischer Thongefässe als Muster vorschwebte.
Aber hier ist nicht etwa das coloristische Princip allein den
antiken Vasendecorationen entnommen, wie an den Holzintarsien des
Storck’schen Schmuckschreines, woselbst die Zeichnung diese Farben nur
benützt, im übrigen aber selbstständig einen anderen Weg geht, — es ist
hier nicht das coloristische Princip allein entlehnt, sondern es schliesst
sich die Wahl der Gegenstände und der Styl ihrer Contourzeichnung
gleichfalls an die Vorbilder der antiken Töpferei an, — und dazu will
das Material denn doch nicht stimmen. Dass man zu solcher Nachahmung
antiker Vasenbilder ferner noch Pompejanische Figuren nicht blos benützte,
sondern copirte, also ursprünglich in Farbe, in Fresco ausgeführte
Gegenstände, wollen wir auch nur ohne weitere Discussion anführen. Die
technische Vollendung verdient, wie die Zeichnung manches Lob. — Unser
gerechtes Verwundern über die Leistungen des Buchbinders J. Wolf in
Gmunden wird Jeder theilen, der nur die niedlichen Täschchen, Fächer
und Futterale in gepresstem, buntem Leder betrachtet. In Gmunden, —
darin liegt das Besondere, denn diese Arbeiten dürfen mit Wiener Fabricaten,
namentlich was Geschmack und Zeichnung anlangt, in die Schranken
treten. Möchten wir auch noch ein und das andere modehafte Blümchen
u. dgl. in natürlicher Wiedergabe hinweg haben, so gilt doch von
dem Ganzen, dass es zu den erfreulicheren Erscheinungen auf der Ausstellung
zu zählen ist und das in einem Fache, welches beinahe ausnahmslos
bisher der Tummelplatz der wildesten Geschmacksverirrung gewesen
ist.
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