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MAK

Full text : Wegweiser durch das k. k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie

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behängen,  Gobelins  und  kleineren  Rücklaken,  wovon  sich
gleichfalls  ein  Theil  im  Saale  VII  befindet.
Zu  beiden  Seiten  des  freien  Mittelraumes  erscheinen
an  den  Längswänden  des  Saales  durch  je  zwei  eingestellte ­
  Scheidewände  je  drei  Abtheilungen  geschaffen,
deren  jede  für  sich,  soweit  es  die  Rücksichten  auf  thunlichste
  Raumausnützung  und  harmonische  Anordnung  zuliessen,
  ein  mehr  oder  minder  geschlossenes  Bild  einer
bestimmten  Stilperiode  darbietet.
Beim  Eintritte  aus  dem  Säulenhof  gewahrt  man  zur
linken  Hand  in  der  ersten  Abtheilung  eine  Anzahl  von
Möbeln,  Geräthen  und  Sattelzeugen  aus  verschiedenen
Theilen  des  Orients  einschliesslich  Ostasiens.  Der  gewirkte ­
  Bodenteppich  ist  eine  neuere  Arbeit  aus  den
Balkanländern.  Links  vorne  ein  Kasten  mit  Perlmuttereinlagen ­
  aus  Cochinchina,  rückwärts  hinter  der  durchbrochenen ­
  chinesischen  Holzwand  ein  persisches  Bett  mit
Verzierung  in  Stiftmosaik,  darüber  mehrere  orientalische
Knüpfteppiche.  Geradeaus  rückwärts  ein  türkischer  Commode-Kasten
  mit  Perlmuttereinlagen,  darüber  ein  persischer
und  ein  turkestanischer  Teppich,  gegen  die  Mitte  zu  ein
Tischchen  aus  Cochinchina,  im  Vordergründe  ein  chinesischer ­
  Armstuhl  und  Tisch  mit  Schnitzereien  und  Elfenbeineinlagen. ­
  Rechts  ein  zweiter  türkischer  Kasten,  gestickte ­
  Sättel  aus  der  Türkei  und  Tartarei,  und  ein
japanischer  von  bedrucktem  Leder;  an  der  Querwand  eine
gewebte  indische  Seidentapete.
Der  anstossende  Mittelraum  an  der  linken  Langwand ­
  erscheint  durch  einen  bemalten  Schweizer  Zunft-Ofen
vom  Jahre  1725  in  zwei  Unterabtheilungen  geschieden,
deren  erste  vorwiegend  französische  Renaissance-Möbel  des
16.  Jahrh.,  die  zweite  zum  grösseren  Theile  norddeutsche
Möbel  derselben  Stilrichtung  enthält.  Unter  den  französischen ­
  Möbeln  ist  hervorzuheben  ein  französischer
Renaissance-Tisch  mit  sechs  Copien  nach  Stühlen  derselben
            
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