bescheiden er anfangen musste, so stetig entwickelte er sein
Geschäft. Mit weissen Kattunen hatte er begonnen, nach und
nach kam die Fabrication von Organdinen, Musselinen, Linons
hinzu. Aufmerksam jeden Fortschritt in der Weberei, Bleiche,
Färberei, Appretur verfolgend, sich zu Nutze machend, auch
manchmal verbessernd, gelangte er dahin, Baumwollstoffe von
gleicher Vorzüglichkeit wie die Engländer bei niedrigeren
Preisen zu liefern, und auf der »Gewerbsproducten-Ausstellung«
zu Wien im Jahre 1839 wurde ihm für diesen Industriezweig
bereits der erste Preis zuerkannt, wie .er fünf Jahre später
auf der deutschen Gewerbe-Ausstellung in Berlin für Damaste
prämiirt wurde, für welche er eine neue Broschirvorrichtung
erfunden hatte. Innerhalb weniger Jahrzehnte war der inländische
Markt vollständig erobert und der Concurrenzkampf
über die Grenzen des Reiches hinausgetragen worden; und
auf allen bedeutenderen Industrie-Ausstellungen, welche dann
einander so rasch folgten, behauptete das Haus seinen
Platz in allererster Reihe, in Wien 1845, in Leipzig 1850, in
London 1851 u. s. f.
Mit der Ausdehnung des Exports hielt gleichen Schritt
die Vergrösserung und Vermehrung der Fabriks-Etablissements,
die Vermehrung der Fabricationszweige. 1845 wurde die
Fabrik in Mitterndorf bei Wien mit 30 mechanischen Stühlen
für Möbeldamaste und einer Garn- und Stofffärberei eingerichtet
, 1850 die Fabrik in Hlinsko in Böhmen mit
50 Stühlen für Damast und 50 Stühlen für Utrechter Sammet
(Möbelplüsch), ferner die Baumwollspinnerei und Fabrik in
Ebergassing (Nieder-Oesterreich).