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Full text : Ein Ausflug nach Berlin

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Meinung  auszusprechen;  sie  werden  dem  Fachmann  vielleicht  weniger  imponiren,
  auf  mich  haben  dieselben  einen  sehr  guten  Eindruck  gemacht,  sie
verbinden  Eleganz  mit  großer  Bequemlichkeit  für  die  Reisenden.  Dem  hochgesteigerten ­
  Thatendrang  des  deutschen  Volkes  und  dem  Wunsche  entsprechend, ­
  alle  Institute,  welche  reformbedürftig  sind,  auf  den  Höhepunkt
ihrer  Entwickelung  zu  bringen,  verdankt  man  in  Berlin  die  Idee  einer  durchgreifenden ­
  Reorganisation  der  Staatsdruckerei;  zur  Durchführung  dieser
Maßregel  wurden  aus  Wien  Prof.  Jacoby  und  Röse  aus  dem  milit.-geogr.
Institut  berufen  und  mit  Herrn  Klic  eine  Verbindung  angeknüpft.  Es  scheint,
dass  auch  der  Landkartendruck  und  die  reproducirenden  Künste  in  diesem
Institut  ihren  Mittelpunkt  finden  sollen.  Die  Umgestaltung  der  königl.
Porzellanmanufactur  ist  bereits  vollzogen;  an  ihrer  Spitze  steht  der  feinsinnige ­
  Künstler  Sussmann-Hellborn,  der  sich  in  verständiger  Weise
an  die  Traditionen  der  alten  Berliner  Porzellanmanufactur  des  verflossenen
Jahrhunderts  anlehnt  und  bestrebt  ist,  den  technischen  und  künstlerischen
Anforderungen  der  gegenwärtigen  Zeit  gerecht  zu  werden.  Einige  von
den  jüngsten  Producten  der  königl.  Porzellan-Manufactur  lernten  wir  im
Oesterreich.  Museum  kennen.  Die  königl.  Porzellanmanufactur  in  Berlin  ist
ebenfalls  als  eine  Kunstschule  anzusehen,  in  welcher  alles  das  ateliermäßig
geübt  wird,  was  zur  Hebung  des  Geschmackes  in  der  Porzellanmanufactur
dienen  kann.
Von  Kunstwerken  der  neueren  Zeit,  die  ich  in  der  kurzen  Zeit
meines  Aufenthaltes  in  Berlin  kennen  zu  lernen  Gelegenheit  hatte,  sind

0.

nicht  zu  Mitgliedern  der  Akademie  des  Bauwesens  ernannten  technischen  Räthen  der
Centralbehörden  ist  auf  Verlangen  dieser  Behörden  die  Theilnahme  an  den  Verhandlungen ­
  ohne  Stimmrecht  in  solchen  Angelegenheiten  gestattet,  welche  zu  dem  speciellen
Geschäftskreise  des  ihnen  übertragenen  Referats  gehören.  Der  Präsident  und  die
Abtheilungsdirigenten  werden  von  den  Mitgliedern  auf  drei  Jahre  gewählt  und  von
Mir  bestätigt.
Zur  Mitgliedschaft  befähigt  sind  alle  dem  deutschen  Reiche  angehörigen  Bau-  und
Maschinentechniker,  welche  sich  durch  hervorragende  wissenschaftliche  und  praktische
Leistungen  auszeichnen.  Zu  Mitgliedern  der  Abtheilung  für  den  Hochbau  können
ausnahmsweise  auch  Künstler  verwandter  Fächer  vorgeschlagen  werden.
Die  Mitglieder  sind  entweder  ordentliche  oder  außerordentliche.  Erstere  haben  an  den
Sitzungen  regelmäßig  Theil  zu  nehmen,  letztere  werden  zu  denselben  nur  in  besonderen ­
  Fällen  eingeladen.  Die  Mitgliedschaft  ist  als  Ehrenamt  mit  einer  Remuneration
nicht  verbunden.
7.  Die  für  die  Akademie  des  Bauwesens  bestimmten  Vorlagen  werden  derselben  durch
den  Minister  der  öffentlichen  Arbeiten  zugefertigt.
8.  Die  näheren  Bestimmungen  zur  Ausführung  dieses  Erlasses  werden  durch  eine  von
dem  Minister  der  öffentlichen  Arbeiten  zu  erlassende  Instruction  getroffen.
Dieser  Erlass  ist  durch  die  Gesetzsammlung  zur  öffentlichen  Kenntniss  zu  bringen.
Wilhelm
Fürst  v.  Bismarck.  Graf  zu  Stollberg,
v.  Kameke.  Hofmann.  Graf  zu  Eulenburg.
Maybach.  Bitter,  v.  Puttkamer.  Lucius.
F  ri  ed  b  er  g.

Wiesbaden,  den  7.  Mai  t88o.
An  das  Staatsministerium.
            
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