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MAK

Full text : Katalog der archaeologischen Ausstellung

-  94  -

1200.  Muse  in  Chiton  und  Mantel,  den  die  Rechte  über  der  Brust  zusammenfasst, ­
  während  die  Linke  aus  demselben  heraustretend  eine
Kithara  fasst.  Wulstiger  Kranz,  von  dem  breite  Bänder  herabfallen, ­
  und  grosse  Haarschleife  auf  dem  Scheitel.  H.  0'28.
Herr  O.  van  Lennep.
1201.  Nike,  schwebend,  in  hochgegürtetem,  die  rechte  Brust  und  das
rechte  Bein  unbedeckt  lassendem  Chiton  mit  Ueberschlag.  Die
nach  vorne  gebogenen  Arme  hielten  eine  Tänie.  Im  Rücken  Ausschnitte ­
  für  die  Flügel.  Reste  gelber  Bemalung.  H.  0‘305.
Herr  Fr.  Trau.
1202.  Replike  der  vorhergehenden  Nummer;  nur  sind  die  Arme  weiter
auseinander,  der  Kopf  etwas  nach  links  gewendet  und  die  Stephane
höher.  H.  0  •  305.  Fürst  Johann  von  und  \u  Liechtenstein.
1203.  Nike,  schwebend,  das  rechte  Bein  tritt  ganz  entblösst  aus  dem
hochgegürteten,  stark  nach  rückwärts  flatternden  Chiton  heraus.
Typische  Armhaltung,  kein  Einschnitt  für  die  Flügel.  Hinten
dreieckiger  Ausschnitt.  H.  0'24.  Herr  Fr.  Trau.
1204.  Dionysos,  jugendlich,  nackt  bis  auf  ein  über  die  linke  Schulter
nach  vorne  herabfallendes  Tuch,  im  Haare  einen  grossen  Kranz
mit  vergoldeten  Epheublättern  und  Früchten,  Sandalen  an  den
Füssen,  schwebend  mit  Vorgesetztem  Bein;  in  der  hoch'erhobenen
Rechten  ein  Kännchen,  gegen  welches  der  Kopf  erhoben  ist,  in
der  (angesetzten)  Linken  eine  flache  Muschelschale.  Schön  bewegte,
von  dem  gewöhnlichen  Manierismus  der  Myrinafiguren  freie  und
in  dem  Typenschatze  dieser  Fabrik  sonst  nicht  bezeugte  Statuette.
H.  0 - 38.  Herr  Fr.  Trau.
1205.  Knabenfigur  in  einer  Art  phrygischen  Gewandes  (hochgegürteter
ärmelloser  Rock,  der  in  die  Beinkleider  gesteckt  zu  sein  scheint,
Mütze  und  Mantel),  schwebend  mit  ausgebreiteten  Flügeln.  Die
ausgestreckte  Linke  ist  bedeckt  von  dem  auf  der  rechten  Schulter
geknöpften,  hinten  tief  herabfallenden  Mantel,  die  Rechte  (der
Unterarm  angesetzt,  aber  gewiss  zugehörig)  trägt  eine  Fackel.
Also  wohl  sepulcralen  Charakters.  H.  0'25.  Herr  Fr.  Trau.
Vergl.  zu  dieser  in  dem  Typenkreise  von  Myrina  ganz  vereinzelten  Figur
Pottier  et  Reinach,  Necropole  de  Myrina  pl.  XXXI.
1206.  Obertheil  eines  Eros  von  weiblichen  Formen  und  mit  weiblichem
Haarputze.  Das  Haar,  frei  modellirt  und  skizzenhaft  ausgeführt,
fällt,  von  einem  Bande  umgeben,  in  Locken  auf  die  Schultern
herab;  von  der  Stirne  geht  ein  doppelter  Zopf  zu  einer  grossen
Scheitelschleife.  Der  linke  Arm,  der  rechte  Unterarm,  beide  Beine
fehlen.  Hinten  Ausschnitte  für  die  Flügel,  aber  kein  Loch  zum
Aufhängen,  die  Figur  hatte  also  eine  Basis,  der  rechte  Arm  war
vorgestreckt,  wie  gewöhnlich  bei  den  Eroten  von  Myrina.  Eines
der  bedeutendsten  Werke  dieser  Fabrik.  H.  0‘29.
Herr  Fr.  Trau.
1207.  Eros  (sepulcralen  Charakters?)  pathetisch  nach  rechts  schreitend,
eingehüllt  —  auch  die  unteren  Gesichtspartien  —  in  den  Mantel.
Auf  viereckigem  Postamente.  H.  0‘15.
Fürst  Johann  von  und  \u  Liechtenstein.
Aehnl.  bei  Pottier  et  Reinach,  Necropole  de  Myrina.  pl.  XII.  2.
            
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